TRIER. Im Trierer Gartenfeld steht ein bedeutendes Bauprojekt bevor: Die Sparkasse Trier will in der Agritiusstraße eine neue Filiale sowie sechs neue Wohneinheiten schaffen. Bevor der eigentliche Bau beginnen kann, wird das Gelände jedoch zunächst archäologisch untersucht. Hintergrund ist der Verdacht, dass sich dort Teile der antiken Pferderennbahn des römischen Trier befinden könnten.
Sparkasse Trier setzt auf modernes und nachhaltiges Konzept
Mit dem Neubau verfolgt die Sparkasse Trier gleich mehrere Ziele: Sie will im Gartenfeld eine moderne Anlaufstelle für Kundinnen und Kunden schaffen und gleichzeitig dringend benötigten Wohnraum in Innenstadtnähe ermöglichen.
Geplant ist ein nachhaltiges Gebäude, das sich am bereits realisierten Vorbild in Leiwen orientiert. Auch im Gartenfeld setzt die Sparkasse nach eigenen Angaben auf den höchsten KfW-Standard 40 QNG. Zusätzlich ist eine Photovoltaik-Anlage vorgesehen.
Das Gebäude soll voraussichtlich bis Anfang 2029 entstehen.
Abriss startet noch im März
Bevor der Neubau umgesetzt werden kann, beginnen zunächst die vorbereitenden Arbeiten auf dem Grundstück. Der Abriss der beiden Bestandsgebäude soll noch im März 2026 starten. Anschließend wird die Baustelle für die archäologischen Untersuchungen vorbereitet.
Archäologische Grabung ab Juni geplant
Voraussichtlich ab Juni sollen Archäologinnen und Archäologen der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Außenstelle Trier (GDKE) mit einer rund dreimonatigen Untersuchung des Geländes beginnen.
In der Agritiusstraße vermuten die Forschenden Teile der antiken Pferderennbahn, des sogenannten Circus, des römischen Trier. Nach dieser Annahme könnte der heutige bogenförmige Straßenverlauf der Agritiusstraße die frühere Rundung der Rennbahn an der nördlichen Außenseite nachzeichnen.
Sparkasse Trier will Quartier aktiv mitgestalten
Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Trier, Dr. Peter Späth, betont die Bedeutung des Projekts für das Viertel. Er erklärt: „Mit dem Neubau schaffen wir eine moderne, nachhaltige Filiale und gleichzeitig dringend benötigten Wohnraum. Uns ist wichtig, das Gartenfeld aktiv weiterzuentwickeln und dabei das kulturelle Erbe der Stadt zu respektieren.“
Damit verbindet das Vorhaben gleich mehrere Aspekte: moderne Infrastruktur, nachhaltiges Bauen, neue Wohnungen und einen sensiblen Umgang mit der Geschichte Triers.
Projekt mit Signalwirkung für das Gartenfeld
Das geplante Bauvorhaben dürfte für das Gartenfeld ein wichtiges Signal sein. Denn mit der neuen Filiale und den zusätzlichen Wohnungen investiert die Sparkasse Trier sichtbar in die Zukunft des Viertels.
Zugleich zeigt das Projekt, dass Stadtentwicklung in Trier nicht losgelöst von der Geschichte der Stadt gedacht wird. Erst nach den archäologischen Untersuchungen kann der nächste Schritt auf dem Weg zum Neubau erfolgen.


















