Angeklagter gesteht tödliche Schüsse auf Polizisten — Witwe kämpft mit Tränen

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Der Prozess hat mit der Anklage und Einlassung des Angeklagten begonnen. Foto: Laszlo Pinter/dpa

SAARBRÜCKEN. Im Prozess um einen getöteten Polizisten im saarländischen Völklingen hat der Angeklagte die tödlichen Schüsse eingeräumt. Er habe Angst um sein eigenes Leben gehabt, erklärte sein Verteidiger Michael Rehberger zum Prozessauftakt am Landgericht Saarbrücken.

Nach einem Tankstellenraub sei er vor Polizisten geflüchtet, die ihn verfolgt hätten. Ein Polizist habe ihn dann gepackt: Sein Mandant sei von einer Festnahme ausgegangen. «Als dann ein zweiter Beamter auf ihn zielte, hatte er Angst, erschossen zu werden», sagte Rehberger.

Witwe kämpft im Gerichtssaal mit Tränen

«In Panik» habe er aus dem Holster des Polizeianwärters ohne Mühe die Dienstwaffe gezogen und dann abgedrückt. Mehrere Schüsse habe er auf den Polizisten abgegeben, der später gestorben sei. Rehberger: «Er fürchtete um sein Leben.» Auch weitere Schüsse habe er abgegeben.

Die Anklage wirft dem 19-Jährigen Mord, versuchten Mord und besonders schweren Raub vor. Er soll im August 2025 einen 34 Jahre alten Polizeioberkommissar getötet haben. Laut Staatsanwaltschaft hatte der junge Mann alle 17 Schuss aus dem Magazin abgefeuert.

Zum Auftakt im Landgericht Saarbrücken waren alle Besucherplätze belegt, die Witwe des getöteten Polizisten war als Nebenklägerin anwesend. Sie kämpfte immer wieder mit den Tränen.

Angeklagter berichtet von Angstzuständen

Laut Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte auf die Polizisten gefeuert haben, um seine Beteiligung an dem Überfall zu verdecken. Zudem lägen die Mordmerkmale der Grausamkeit und der Mordlust vor. Bei der Tat wurde zudem der Polizeianwärter verletzt.

Mit leiser Stimme und gesenktem Kopf hatte der Angeklagte zuvor Angaben zur Person gemacht. Er sagte, er habe die deutsche Staatsangehörigkeit. Seit der Grundschule leide er unter immer wiederkehrenden «schlechten Gedanken» und auch Angstzuständen. Er nehme deswegen auch Medikamente. Im letzten Jahr sei diese Gedanken und Gefühle mehr geworden. (Quelle: dpa)

2 Kommentare

  1. Wen wundert es, der arme Mörder, von Dämonen verfolgt.
    Er bekommt die Plattform, wie gewünscht, so geliefert.
    Danke, auch dem Herrn Verteidiger, so empathisch über diesen 19Jährigen zu berichten, der 17 Schüsse auf das OPFER abgegeben hat.
    Alles auch im Beisein der Witwe.

  2. Fragen, die sich aus dem Artikel ergeben. Sind aber kein Vorwurf sondern der Situation geschuldet!
    Was hat eigentlich der zweite Beamte gemacht um seinen Kollegen zu schützen, ausser wie beschrieben nur zu zielen? (Gleicht Mannheim und den Kolleg:innenreaktionen -wenn schon dann politisch korrekt, hahaha)
    War dessen Waffe aus Haushaltsspargründen nur eine Attrappe?
    (Wie Foto des Polizisten mit MP im Anschlag ohne Magazin vor Gericht in Bielefeld) uvm. weiterer „Einzelfälle“
    Waffe mühelos☝aus dem Holstein gezogen? (Das bei unseren strengen Vorschriften) (Ausrüstung untauglich in der Realität)
    Zeit, unbehelligt durchzuladen, zu entsichern und unbehelligt 17 Schuss abzugebeben? (für ungeübte dauerts sehr lange, also ein Profi)
    Und der Kollege zielt noch immer und schaut zu?
    Weiteres Beispiel: Messermann in Trier vor kurzem. 2 Polizisten schießen. Treffer in Bein und Fuß. Welcher normale Mensch zielt bei einem Messerangriff auf den Fuß????
    Wer sich etwas auskennt merkt direkt das hier was nicht stimmt!!!!
    Bewusste Förderung der gewollten Volksverblödung?

    Hier ist eindeutig wie in vielen anderen Fällen, dass die Polizei-Ausbildung nur für Einsätze im woken Wolkenkuckucksheim taugt, fernab der Realität.
    Im Ansehen und Anerkennung taugen die Polizisten politisch gewollt nur als Prügelknaben und um das eigene Versagen der Verantwortlichen zu vertuschen als Sündeböcke.
    Ein Wunder, dass die noch Nachwuchs finden bei diesen Berufsbedingungen, ebenso Sanitäter, Feuerwehr, Zugbegleiter usw.
    Was wird dagegen getan? Das übliche Politgelaber und zurück in den vom Steuerzahler topalimentierten „Elfenbeinturm“. Ergebnis gleich 0. Colleteral damage. Weitergehen, es gibt nichts zu sehen. Für die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit eine Gefahr 😭😭😭😭😭😭👏👏👏
    Die Hinterbliebenen sind anscheinend nur eine Randnotiz, wenn man den Fall verfolgt.
    Schnell wird die Witwe vergessen sein und die Behördenkampf beginnt für eine angemessene Hinterbliebenenversorgung und Unterstützung.
    Wäre sie Täter, würden die Psychologen usw. Schlange stehen auf Steuerzahlerkosten. 😭
    Anscheinend oberste Prämisse in der Berufsausübung:
    Im Ernstfall den Bibelspruch ausüben mit der zweiten Wange gendergerecht angesprochen und DSVGO eingehalten.
    Täterschutz um jeden Preis.
    Kollegen in unseren Nachbarländern sind da konsequenter in der Beseitung der „Mißstände und Gefahren“.
    Wieso lässt man angeblich angstgestörte Fachkräfte unbehelligt morden?
    Wenn man dessen Anwalt im Interview hört, könnte man nur noch kotzen.
    Wenn angeblich angstgestörter Bio-Deutscher so reagiert hätte, dann hätten die Rollator-Gang, NGO’S mit Sicherheit Rucksack die Straßen und Gericht lahmgelegt samt den üblichen „guten Demokraten“.

    Bis zum nächstenmal. Es wird bestimmt nicht lange dauern.
    (Zur Sicherheit als morgenmantelsichere Satire zu bezeichnen 😉😉😉😉)
    Jetzt nur noch die Zensur überstehen und den „bunten Zauberer und Konsorten“😧
    Heute mal frei und daher auch mal Zeit für längere Texte 😉

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