WITTLICH. Bei der traditionellen Lossprechungsfeier in Wittlich überreichte Justizminister Philipp Fernis gestern 27 rheinland-pfälzischen Absolventinnen und Absolventen der Justizvollzugsschule ihre Ernennungsurkunden. Durch die praxisorientierte und moderne achtzehnmonatige Ausbildung in der Justizvollzugsschule Rheinland-Pfalz und in den Justizvollzugeinrichtungen des Landes wurden die Anwärterinnen und Anwärter in Theorie und Praxis auf die Herausforderungen vorbereitet, die in den Justizvollzugseinrichtungen vor ihnen liegen.
In seiner Ansprache richtete sich Minister Fernis an die Absolventinnen und Absolventen: „‘Einbruchsicher! Ausbruchsicher! Zukunftssicher!‘“, so lautet der Werbe-Slogan für eine Ausbildung im Justizvollzug und er ist sehr treffend. Die Einrichtungen des Justizvollzuges und damit auch Sie sind wesentlicher Teil eines funktionierenden Rechtstaates. Denn der Justizvollzug hat die wichtige Aufgabe für die Resozialisierung und gleichzeitig für eine sichere Unterbringung von Straftätern zu sorgen. Die Erfüllung dieser Aufgabe ist eine große Herausforderung, auf die Sie in Ihrer Ausbildung bestens vorbereitet wurden und der Sie nun selbstbewusst begegnen können. Von Ihren Ausbilderinnen und Ausbildern sagen Sie sich im Rahmen der traditionellen Lossprechungsfeier heute los, um sie bald als Kolleginnen und Kollegen wieder zu treffen. Für Ihre entschlossene Berufswahl und Ihren nun bevorstehenden unverzichtbaren Dienst zum Wohle der Allgemeinheit danke ich Ihnen herzlich. Sie sind die Zukunft des Justizvollzugs! Für Ihren Start in den neuen Lebensabschnitt wünsche ich Ihnen alles Gute, viel Freude und Gesundheit.“
Information:
Die Justizvollzugsschule Rheinland-Pfalz mit Sitz in Wittlich ist seit 1991 eine selbständige Behörde der Justizverwaltung des Landes. Sie ist auf einem weiträumigen Gelände neben der Jugendstrafanstalt und der Justizvollzugsanstalt mit Justizvollzugskrankenhaus untergebracht. Auf Grundlage einer Kooperation mit dem Saarland werden in der Justizvollzugsschule auch Anwärterinnen und Anwärter aus diesem Bundesland ausgebildet.
Die Ausbildung für Beamte des 2. Einstiegsamtes im Justizvollzug erfolgt in einem achtzehnmonatigen Vorbereitungsdienst. Der Vorbereitungsdienst der Anwärterinnen und Anwärter gliedert sich in die fachpraktische und die fachtheoretische Ausbildung. In der fachpraktischen Ausbildung lernen die Anwärterinnen und Anwärter die Praxis in den Justizvollzugseinrichtungen von Grund auf kennen. In der fachtheoretischen Ausbildung an der Justizvollzugsschule erwerben sie handlungsorientiertes Wissen und festigen Ihre Kenntnisse. Die Ausbildungsmodule dauern zwischen einem und vier Monaten, so dass ein häufiger Wechsel von Theorie und Praxis stattfindet. Das Ausbildungsziel sind fachlich kompetente und stets professionell handelnde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Verantwortung für den Behandlungsvollzug und für Sicherheit und Ordnung im Justizvollzug übernehmen.
Weitere Informationen über die Justizvollzugsschule Rheinland-Pfalz finden sich unter https://jvswt.justiz.rlp.de/, weitere Informationen zum Berufsbild und zur Ausbildung der Beamtinnen und Beamten im allgemeinen Vollzugsdienst unter https://justiz.rlp.de/ausbildung-karriere/beamtinnen-und-beamten-des-allgemeinen-vollzugsdienst-der-laufbahn-des-2-einstiegsamts-m/w/d. (Quelle: Ministerium der Justiz des Landes Rheinland-Pfalz)














