TRIER – Bereits Ende des Jahres und damit deutlich früher als geplant wird die Skateanlage an der Mehrzweckhalle im Mäusheckerweg fertig sein.
Am Donnerstag ließen sich die letzten Feinarbeiten an der Betonfahrbahn beobachten. Sowohl in der Planung als auch beim Bau waren viele Menschen beteiligt, die selbst skaten.
Auf allen Vieren knien die Arbeiter auf der Rollanlage und streichen immer wieder über dieselbe Stelle des frisch aufgetragenen Betons. Denn sie wissen: Selbst die kleinste Bodenwelle stört am Ende den Flow beim Skaten.
Obwohl erst im Oktober begonnen, ist die 800 Quadratmeter große Rollsportanlage im Mäusheckerweg schon fast fertiggestellt. Nur noch einige Feinarbeiten, dann kann das Feld Ende des Jahres bereits eröffnet werden – ein Vierteljahr früher als ursprünglich geplant. Die gute Beschaffenheit des Ortbetons und das optimale Wetter ließen dem Team die Arbeit leicht von der Hand gehen.
Die Bedeutung der neuen Anlage für Ehrang, Pfalzel und Quint ist in den Augen von Bürgermeisterin Elvira Garbes immens: „In diesen Stadtteilen gibt es sonst nicht wirklich viel. Daher denke ich – gerade weil die Anlage so zentral direkt an der Schule und der Mäusheckerhalle liegt – wird es sich zu einem wichtigen sozialen Treffpunkt entwickeln.“ Der Wunsch nach einer Skateanlage kam bereits mehrmals in Bürgerbeteiligungen auf, konnte an dieser Stelle aber erst jetzt nach Bauabschluss der angrenzenden Mehrzweckhalle umgesetzt werden. Mit den Kosten von insgesamt 400.000 Euro sind die Beteiligten im vorgesehenen Budget geblieben.
Damit die neue Anlage auch genau die Bedürfnisse der Skater trifft, wurden im Vorfeld 30 bis 40 Personen aus der Szene in Workshops in die Planung miteinbezogen. „Das ist extrem wichtig, um die Akzeptanz der Anlage zu steigern“, betont Stefan Jacobs, Geschäftsführer der Planungsfirma Ernst und Partner: „So können die Nutzenden Einfluss auf das nehmen, was ihnen wichtig ist.“
So hätten sich in den Workshops zwei Vorlieben gegenübergestanden: Die Mehrheit der Beteiligten zählte zu den „Bowl Skatern“, denen es vor allem auf den Flow ankommt und die daher vor allem weiche, fließende Formen bevorzugen. Für die weniger vertretenen „Street Skater“ sind Hindernisse, harte Kanten und Rails wichtig. Bereits in den Workshops wurden hier Kompromisse erarbeitet, die dann direkt von einer Planungsfirma aufgegriffen und umgesetzt wurden.
Mit dem Bau der Anlage war schließlich die speziell auf Rollsportanlagen spezialisierte Firma von Maximilian Häring beauftragt. Das Besondere an seiner Truppe: Alle, die hier mitarbeiten, sind selbst Skater. Für Häring ein ganz wesentliches Kriterium: „Sonst hat man nicht dieselbe Motivation, sich das ins kleinste Detail so zu überlegen und den Beton so zu verarbeiten. Nur wenn man selber skatet, dann hat man auch die Leidenschaft und die Geduld dafür.“ Und wird die Anlage am Ende auch gemeinsam ausprobiert? „Wenn man noch Lust hat, ja“ – sagt Häring schmunzelnd: „Es kann aber auch sein, dass man schnell nach Hause will, wenn man fünf Wochen gearbeitet hat. Aber normalerweise machen wir schon eine Testfahrt.“













