Geflügelpest in RLP: Vogelhalter in Sorge um ihre Tiere

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Unter Tierbesitzern geht die Angst um. Foto: Sascha Ditscher/dpa

MAINZ/TRIER –Die Geflügel- und Vogelhalter in Rheinland-Pfalz ergreifen Schutzmaßnahmen gegen die grassierende Vogelgrippe und hoffen, dass diese ausreichen.

Ihre größte Angst sei, dass das Virus eindringe und ihr Bestand an Greifvögeln und Eulen deswegen gekeult werden müsse, so Luisa Weich von der Falknerei Bad Marienberg im Westerwald. Die Tiere seien nicht nur ihre Arbeit, sondern ihr Leben.

Als Vorsichtsmaßnahme wurde die Falknerei für Besucher geschlossen. Die Volieren habe sie gut abdichten müssen, damit keine Gefahr von oben – durch herabfallenden Kot wilder und möglicherweise infizierter Vögel – drohe.

Die Vogelgrippe breitet sich derzeit in Deutschland und auch in Rheinland-Pfalz schnell aus. Das Landesuntersuchungsamt in Koblenz sprach zuletzt von «ungewöhnlicher Dynamik».

Vorsicht ist Pflicht

Noch befinde sich die Falknerei nicht im Einzugsbereich eines bestätigten Falls, aber das sei nur eine Frage der Zeit, befürchtet Falknerin Weich. «Die Kreise ziehen sich immer enger.» Deshalb sei es so wichtig, präventiv zu handeln.

Auch andere Halter und Tierparks im Bundesland setzen auf Prävention. Da sich die hochansteckende Geflügelpest rasant ausbreite, «gelten zum Schutz der Tiere aktuell auch im Gonsenheimer Wildpark erhöhte Sicherheitsmaßnahmen», teilte etwa die Stadt Mainz mit. Bedeutet: Derzeit könnten keine Greifvögel aufgenommen werden – «um den eigenen Bestand zu schützen».

Es werde empfohlen, keine «offensichtlich kranken Möwen, Enten, Gänse, Schwäne oder Greifvögel einzusammeln und in Tierarztpraxen oder Tierheime zu bringen». Auch sollten keine verendeten Vögel aus dem öffentlichen Raum eingesammelt werden, betonte die Stadt.

Ein kranker Vogel könnte einen ganzen Bestand bedrohen. Foto: Sascha Ditscher/dpa
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