RLP: Wilde Verfolgungsjagd über rote Ampeln – Fahrer hatte „Kurzschlussreaktion“

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Polizeiwagen mit Blaulicht bei einem Einsatz
Foto: dpa-Archiv

MAINZ. In den frühen Morgenstunden des 12. September 2025 fiel einer Streifenbesatzung in Mainz ein dunkler Audi A4 auf, der mehrere Verkehrsverstöße beging und sich einer Polizeikontrolle entzog. Gegen 4.00 Uhr wurde der Audi am Fischtorplatz gesichtet, wo der Fahrer, ein 39-jähriger Mainzer, zunächst ordnungswidrig nach rechts in die Rheinstraße abbog.

Auf Höhe der Rheingoldhalle fuhr das Fahrzeug dann im mittleren Fahrstreifen weiter, obwohl dieser nur für Geradeausfahrten freigegeben ist. Trotz einer roten Ampel für Linksabbieger bog der Fahrer an der Kreuzung links in die Quintinsstraße ab. Die Polizei nahm daraufhin die Verfolgung mit eingeschaltetem Blaulicht auf. Der Audi flüchtete weiter, unter anderem durch den Lieferanteneingang des Parkhauses „Am Brand“ und setzte seine Fahrt fort, wobei er erneut eine rote Ampel missachtete. Auf der Theodor-Heuß-Brücke führte der Fahrer einen U-Turn durch, überfuhr eine durchgezogene Linie und kehrte in Richtung Kaiserstraße zurück.

Die Polizei konnte den Audi schließlich in der Taunusstraße anhalten und kontrollieren. Während der gesamten Fahrt überschritt der Fahrer die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h deutlich und wurde auf etwa 100 km/h geschätzt. Der Fahrer gab an, dass er eine „Kurzschlussreaktion“ gehabt habe und könne sich den Aussetzer nicht erklären. Alkohol- und Drogentests verlief negativ. Auch lag keine Fahndung oder sonstige Verdachtsmomente gegen den Mann oder das Fahrzeug vor.

Gegen den Mainzer wurden mehrere Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Missachtens von Zeichen und Weisungen, Überschreitung der Geschwindigkeit und des Überfahrens mehrerer roter Ampeln eingeleitet. Die „Kurzschlussreaktion“ dürfte den Fahrer mehrere hundert Euro kosten und mehrere Monate Fahrverbot bescheren. (Quelle: Polizeipräsidium Mainz)

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