Olewig: Ohne Beton und Rohre – Tiergartenbach wird renaturiert

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Aktuell ist der Tiergartenbach durch Mauern und Rohre eingeengt – das wird sich bald ändern. Foto: Trierer Rathaus Zeitung

TRIER-OLEWIG – Der Tiergartenbach in Olewig ist aktuell durch Mauern, Beton oder Rohre eingeengt und begradigt. Eine Situation, die ökologisch wenig sinnvoll ist und sich nach dem eindeutigen Votum des Stadtrats ändern soll.

Einstimmig entschied das Gremium, das Nebengewässer des Olewiger Bachs bis hinter die Gärtnerei Schmidgen zu renaturieren.

Das berichtet die Trierer  Rathaus Zeitung in ihrer aktuellen Ausgabe vom Dienstag.

Hauptgrund: Das Gewässer weist Defizite in der Wasserqualität und der Struktur auf. Um diese Probleme anzugehen und den ökologischen Zustand zu verbessern, sind im Zuge der Renaturierung mehrere Projekte vorgesehen:

  • Rückbau von Verbauungen: Mauern, Beton und Rohre werden entfernt, um dem Gewässer mehr Raum zu geben und eine natürlichere Struktur zu ermöglichen.
  • Anpassung des Gewässerverlaufs: Der begradigte Lauf des Baches wird teilweise wieder in einen natürlicheren, geschwungenen Verlauf gebracht. Dies fördert die Vielfalt von Lebensräumen.
  • Rückbau von Bauwerken: Nicht mehr benötigte Brücken, Wehre und Teichanlagen werden entfernt, um dem Gewässer und seiner Aue mehr Raum zu geben.
  • Neugestaltung von Querungen: Wo Wege den Bach kreuzen, werden die alten, oft nicht durchgängigen Bauwerke durch neue, naturnahe Lösungen ersetzt. Hier kommen etwa Stege für Fußgänger und Radfahrer oder Haubenkanäle zum Einsatz, die Fischen  die Durchwanderung ermöglichen.
  • Hochwasserschutz: Oberhalb der Gärtnerei Schmidgen wird eine Flutmulde angelegt. Sie dient dazu, bei Starkregen Wasser aufzunehmen und so die Hochwassergefahr für den Ortsteil zu verringern.
  • Gewässererlebbarkeit: Entlang des Bachs wird ein Fußweg mit Bänken und Infotafeln angelegt.

Kosten wird das Ganze rund 2,5 Millionen Euro. Gefördert wird die Renaturierung mit bis zu 90 Prozent durch das Landesprogramm „Aktion Blau Plus“.

(Quelle: Trierer Rathaus Zeitung, Ausg. v. 22.07.25)

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