Teuber für multiprofessionelle Teams und Digitalisierung an Schulen

Welche Ideen und Vorstellungen hat der neue Bildungsminister von der Schule? Welche Strukturen will Sven Teuber anpacken?

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Der rheinland-pfälzische Bildungsminister Sven Teuber (SPD). Foto: Helmut Fricke / dpa

MAINZ. Bildungsminister Sven Teuber (SPD) will die Betreuung der Kinder und Jugendlichen an den Schulen in Rheinland-Pfalz personell auf breitere Beine stellen. «Meine Idee ist, dass wir mit multiprofessionellen Teams noch stärker arbeiten und damit noch andere Professionen mit reinbringen», sagte Teuber im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Mainz.

In Rheinland-Pfalz arbeiteten mit derzeit rund 44.000 Lehrkräften so viele wie noch nie. Die Lehrereinstellungen würden natürlich fortgesetzt. «Wo wir aber auch weiteren Aufwuchs brauchen, das ist im multiprofessionellen Bereich – auch, um die Teams zu unterstützen», erklärte der Bildungsminister. «Da sehe ich einen hohen Bedarf.»

Netzwerk von Schulsozialarbeitern und Psychologen

Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter, Psychologen, Inklusionsfachkräfte, Trainer für den Sportunterricht sowie Theater- und Kunstpädagogen und Schulgesundheitsfachkräfte können zu diesen multiprofessionellen Teams in der Schule zählen.

Netzwerkarbeit sei beim Einsatz dieser Expertinnen und Experten auch ein wichtiger Faktor, sagte Teuber. «Nicht jede Schule braucht eine Psychologin oder einen Psychologen.» Entscheidend sei, dass diese Fachkräfte von einem Standort in der Nähe bei Bedarf für Hilfe schnell ausrückten, an der betroffenen Schule im Einsatz sein und eine Diagnose stellen könnten.

Kinder mit Digitalisierung auf das Leben vorbereiten

Der Bildungsminister kündigte ferner an, für das Erlernen der digitalen Kompetenzen in der Schule ein Motor zu sein. «Wir müssen in der Schule auf das Leben vorbereiten.» Die Schülerinnen und Schüler die kommenden Generationen müssten mit der Digitalisierung umgehen können.

«Deswegen halte ich auch von pauschalen Verbotsdebatten für Smartphones nicht viel», betonte Teuber. «Digitales Leben und Wissen aus Schule auszuschließen, ist doch keine Alltagsrealität und Vorbereitung auf das Leben.» Es gehe darum, die Handynutzung mit den Schulen gemeinsam angemessen zu regeln.

Von dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Schule sei er persönlich kein großer Fan, berichtete der Bildungsminister. «Aber ich erkenne die Chancen eines kritischen und reflektierten Einsatzes an.» (Quelle: dpa)

2 Kommentare

  1. In Norwegen gibt der Staat zig-hundertausende von NOK aus, um den Schulen gedruckte Bücher zur Verfügung zu stellen, weil die Schüler nicht mehr in der Lage sind, durch die ausufernde Digitalisierung, normal lesen und schreiben zu lernen. Es ist durch Untersuchungen erwiesen worden, dass der Lerneffekt durch die Mit-Nutzung haptischer Bücher, bedeutend unterstützt wird.

  2. Jekyll . Voll und Ganz …. Richtig!

    Auch lohnt es sich m.E. nach wie vor ordentlich Geld für gedruckte Magazine und auch Zeitungen auszugeben, sofern es sich nicht um Haltungs- , Gesinnungs- und UmerziehungsDreck handelt.

    Ich unterstütze gerne journalistische Arbeit , die sich auch als solche versteht. Unparteiisch und ordentlich recherchiert. Gut.

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