Grüner Stahl im Saarland: Wirtschaftsminister Barke optimistisch bei Förderzusage

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Jürgen Barke (SPD), saarländischer Wirtschaftsminister. Foto: Oliver Dietze/dpa

SAARBRÜCKEN. Der saarländische Wirtschaftsminister Jürgen Barke (SPD) erwartet noch in diesem Jahr die Förderzusagen aus Brüssel und Berlin für die Umstellung auf die Produktion von grünem Stahl bei Dillinger und Saarstahl. Erst am Donnerstag habe er eine Besprechung im Bundeswirtschaftsministerium gehabt, um den «weiteren Fahrplan der Genehmigungsprozesse» abzustimmen.

Dabei habe man sich auch verabredet, noch einmal gemeinsame Gespräche mit der EU-Kommission zu führen. «Wir sind da auf einem guten Weg», sagte Barke am Freitag beim Sommergespräch mit Journalisten in Saarbrücken. «Ich gehe davon aus, dass wir das am Ende auch ganz gut hinkriegen und die notwendigen Förderrahmen erreichen, die wir auch brauchen, um das Ganze gut in die Umsetzung zu bringen.»

Im Dezember 2022 hatte die saarländische Stahlindustrie einen 3,5 Milliarden Euro schweren Plan vorgelegt, um auf eine zukunftssichere Stahlproduktion mit Wasserstoff statt Kohle und Koks umzusteigen. Ab 2027 sollen demnach im Saarland jährlich bis zu 3,5 Millionen Tonnen CO2-armer Stahl produziert und 4,9 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Die Stahlunternehmen brauchen und erwarten nach eigenen Aussagen eine Zuwendung von 60 Prozent.

Laut Barke handle es sich «um das ambitionierteste Transformationsvorhaben der Stahlindustrie in Deutschland überhaupt». Denn die Potenziale an CO2-Reduktion im Saarland seien deutlich höher als die von teilweise deutlich größeren anderen Stahlunternehmen. Das saarländische Projekt, so der stellvertretende Ministerpräsident, sei «das größte und komplexeste» in der gesamten Kette der Antragsteller. «Deshalb muss man auch den entsprechenden Genehmigungsbehörden und auch der EU-Kommission die Möglichkeit geben, das intensiv zu prüfen.» (Quelle: dpa)

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