RLP: Hohe Wartezeiten, nicht besetzte Betten – Fachkräftemangel in der Pflege verschärft sich

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Eine Altenpflegerin bei der Arbeit
Eine Altenpflegerin; Symbolbild: dpa

MAINZ. Der Chef der rheinland-pfälzischen Landespflegekammer Markus Mai hat wegen des Fachkräftemangels eine Diskussion über die «Grenzen unserer Versorgungsmöglichkeiten» gefordert.

«Die Debatte ist überfällig, sonst überlassen wir alles dem Zufall», sagte Mai am Freitag in Mainz zum Internationalen Tag der Pflegenden. Der Personalmangel verschärfe sich: So gebe es in den vergangenen Monaten häufiger Rückmeldungen von den Spitzenverbänden großer Träger, dass nicht mehr alle Betten in den Pflegeheimen genutzt werden könnten. Zugleich seien die Wartezeiten auf ambulante Pflegedienste deutlich gestiegen.

«Mit ihrer Digitaloffensive in der Pflege macht die Landesregierung mehr als andere Bundesländer», lobte Mai. Gefordert sei vor allem die Bundesregierung, von der in der laufenden Wahlperiode noch nichts zur Verbesserung der Pflege gekommen sei. Mai forderte von der Landesregierung aber auch eine «dicke Kampagne», um mehr Auszubildende zu bekommen. Auch in den Schulen müsse für den Beruf geworben werden. Die Azubis bräuchten zudem mehr Unterstützung vom Land. Als Beispiel nannte Mai Schulsozialarbeit und Integrationsfachkräfte.

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