Grenzüberschreitendes Fest am 9. Mai: Trier und Grevenmacher feiern Europatag

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Foto: dpa/Symbolbild

TRIER/GREVENMACHER. Die luxemburgische Stadt Grevenmacher feiert mit Trier am Dienstag, 9. Mai, den Europatag. Dieses grenzüberschreitende Fest ab 14 Uhr auf dem Marktplatz in Grevenmacher soll die Bedeutung der Zusammenarbeit und der freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Städten unterstreichen.

Bei der Veranstaltung wird ein abwechslungsreiches Programm geboten, das die kulturellen Besonderheiten der beiden Städte und ihrer Region in den Vordergrund stellt. Neben musikalischen Darbietungen von lokalen Künstlerinnen und Künstlern sowie Chören wird es auch interessante Vorträge geben. Von Trierer Seite treten der Jugendchor des Theaters, ein Streicherensemble der Karl-Berg-Musikschule und Stephanie Theiß vom Theater auf.

Neben den kulturellen Darbietungen werden der Bürgermeister Grevenmachers, Léon Gloden, und OB Wolfram Leibe in ihrer Ansprache die Bedeutung der europäischen Zusammenarbeit und den Wert der grenzüberschreitenden Freundschaft betonen. Auch Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn wird anwesend sein, um seine Unterstützung für die gemeinsame Feier des Europatags auszudrücken. Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen. (Quelle: Stadt Trier)

5 Kommentare

  1. EUROPATAG?
    Um den in der Grenzregion genauer zu erläutern, benötige ich mehr Platz und werde daher etwas ausführlicher darauf eingehen.

    Mir ist bekannt, dass der „Europatag“ in Luxemburg als Feiertag begangen wird. Ich frage mich jedoch, warum die Bundesrepublik angesichts der anhaltenden Benachteiligung durch die EU einen weiteren Feiertag diesbezüglich haben sollte!?

    Als Niedrigsteuerland profitiert Luxemburg besonders von der EU, da die freie Bewegung der mobilen Produktionsfaktoren „Kapital“ und „Arbeit“ innerhalb des Binnenmarktes den Unternehmen ermöglicht, ihre Steuerbelastung zu minimieren, indem sie in Länder wie Luxemburg expandieren und hier ihre Gewinne versteuern. Als kleines Land mit einem günstigen Steuersystem kann Luxemburg Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil bieten und dadurch mehr Investitionen und Arbeitsplätze anziehen. Zudem ist Luxemburg aufgrund seiner günstigen Steuerbedingungen auch ein attraktiver Standort für die Gründung von Holdinggesellschaften, die als Steuerzentralen für multinational agierende Unternehmen fungieren können. Insgesamt hat Luxemburg also als Niedrigsteuerland von der EU durch eine gesteigerte wirtschaftliche Aktivität und eine höhere Beschäftigung extrem profitiert.

    Luxemburgs „War for Talents“ hat der Bundesrepublik gegenüber jedoch viele wirtschaftliche Nachteile.
    Der „War for talents“ bezieht sich auf den Wettbewerb zwischen Unternehmen um hochqualifizierte und talentierte Mitarbeiter. Dieser Wettbewerb hat für den eigenen Arbeitsmarkt einige Nachteile:

    Um nur mal fünf Punkte bzgl. des „WfT“ zu nennen. Wobei ich auch auf die aggressive Steuervermeidungspolitik und auf die Sozialisierung der Kosten von Grenzpendlern auf dem deutschen immobilen Produktionsfaktor „Boden“ konkret eingehen könnte..

    1. Fachkräftemangel: Wenn Unternehmen in anderen Ländern besser bezahlen und attraktivere Arbeitsbedingungen bieten, besteht die Gefahr, dass Fachkräfte und Talente abwandern und auf dem heimischen Arbeitsmarkt ein Mangel entsteht.

    2. Gehaltssteigerungen: Um im Wettbewerb um Talente mithalten zu können, sind Unternehmen oft gezwungen, höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen anzubieten. Dies kann zu einer allgemeinen Gehaltssteigerung führen und den eigenen Arbeitsmarkt verteuern.

    3. Verlust von Know-how: Wenn Unternehmen hochqualifizierte Mitarbeiter verlieren, geht auch das Know-how und die Expertise verloren. Das kann dazu führen, dass Unternehmen weniger innovativ sind und sich schlechter gegenüber der Konkurrenz behaupten können.

    4. Konkurrenzdruck: Durch den Wettbewerb um Talente können Unternehmen in eine Abwärtsspirale geraten, in der sie sich gegenseitig überbieten und dabei hohe Kosten verursachen. Dies kann insbesondere für kleinere Unternehmen und den Mittelstand eine Herausforderung darstellen.

    5. Grenzfall Situation: Wenn talentierte Mitarbeiter in andere Niedrigsteuerländer zum arbeiten pendeln, kann dies zu einem „Brain-Drain-Effekt“ führen und das eigene Land schwächen. Insbesondere dann, wenn es um Talente im Bereich Wissenschaft, Technologie oder Forschung geht, kann dies langfristig negative Auswirkungen haben.

  2. @Negan

    Das wollte ich auch gerade posten, da ich genau das gleiche gedacht habe. Alle Bürger sind eingeladen? Lol. Wie denn, wenn die Deutschen nicht frei haben. Es wissen auch nicht viele, dass dieser Tag in Lux ein Feiertag ist. Dieser Tag sollte auch in Deutschland ein Feiertag sein.

    Es lebe wirklich die EU.

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