BITBURG. Das Gelände des Bitburger Flughafens ist teilweise stark mit PFAS belastet. PFAS sind schmutz-, fett- und wasserabweisende Stoffe, die z.B. in Regenjacken, Pfannen und Kaffeebechern aber auch in Löschschäumen der Feuerwehr eigesetzt werden. Sie stehen im Verdacht, Organschäden zu verursachen. Die mit PFAS verseuchte Erde des Bitburger Flughafens soll jetzt auf einer Halde auf dem Flughafengelände deponiert werden, wie der SWR berichtet.
Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) hat 57 weitere Bohrungen auf dem Gelände durchgeführt und fast 200 Proben auf PFAS untersucht. So konnten zwei Feuerwehrübungsplätze der amerikanischen Streitkräfte, wo offenbar PFAS-haltiger Löschschaum versprüht wurde, sowie der Übungsplatz der Sondereinsatzkräfte im Westen des Flugplatzes als Hotspots identifiziert werden. Insgesamt eine Fläche, so groß wie zehn Fußballfelder.
Dort soll belastete Erde abgetragen werden, um sie dann in einer sieben Meter hohen Halde auf dem Übungsplatz der Sondereinsatzkräfte zu lagern. Die Halde soll 60.000 Kubikmeter fassen, was 30 olympischen Schwimmbecken entspricht. Die anderen beiden Übungsplätze sollen mit einer Kunststoffbahn nach unten abgedichtet werden.
Umweltschützer sehen die Pläne kritisch. So befürchtet Günther Schneider vom BUND, dass mehr PFAS ins Grundwasser gelangen könnte. Er lehnt die vorgestellten Lösung daher ab und fordert stattdessen, den belasteten Boden abzutragen und das Grundwasser zu reinigen. Der Bund spare hier Geld auf Kosten der Gesundheit der Bürger, vermutet Schneider. Claus Niebelschütz von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben sagte dagegen, es würden keine Kosten gescheut. Auch Gerrit Geuting von der SGD-Nord sieht keine konkrete Gefahr für die Bevölkerung. (Quelle: SWR)












