Modernes fügt sich in Historisches: Tourist Information Trier erstrahlt in neuem Glanz

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Staatssekretärin Petra Dick-Walther (Mitte) durchtrennt das Band bei der Neueröffnung der Tourist-Information. Für TTM-Chef Norbert Käthler (2. v. r.) ist das erste von drei Teilprojekten erfolgreich abgeschlossen. Er und Beigeordneter Markus Nöhl (3. v. l.) freuen sich mit ihren Kolleginnen. Innenarchitektin Janine Bohl (3. v. r.) hatte sich dem anspruchsvollen Projekt gestellt. Foto: RATHAUS ZEITUNG TRIER

TRIER. Die Tourist-Information an der Porta Nigra erstrahlt nach ihrem Umbau in neuem Glanz – und erfüllt künftig noch besser die funktionalen Ansprüche an die zentrale Anlaufstelle einer Stadt, die nicht zuletzt vom Tourismus lebt. Barrierefrei und digitalisiert ist das Trierer Info-Zentrum nun für den sommerlichen Ansturm gewappnet.

Das berichtet die Trierer Rathaus Zeitung in ihrer neuen Ausgabe am heutigen Dienstag.

Hunderttausende Menschen kommen jedes Jahr in das Gebäude neben der Porta Nigra – um Erlebnistipps zu sammeln, Souvenirs zu kaufen oder Führungen zu buchen. „Wir sind das Schaufenster der Stadt“, sagt TTM-Geschäftsführer Norbert Käthler bei der Neueröffnung am Dienstagmittag. „Es ist selbstverständlich, dass wir Menschen, die extra herkommen um unsere Stadt zu besuchen, eine entsprechend moderne und schöne Räumlichkeit bieten wollen“, so Käthler.

Verantwortlich für die bauliche Umgestaltung ist die Trierer Innenarchitektin Janine Bohl: „Die Herausforderung lag darin, die funktionalen, modernen Anforderungen an eine Tourist-Info so umzusetzen, dass es sich in diesen wunderschönen historischen Bestand einfügt“, erläutert sie. Dabei war die Aufgabe durchaus knifflig: „Es findet alles auf sehr geringem Raum statt – und es kommen ja sehr viele Touristen hier rein. Zusätzlich ist der Raum auch noch sehr langgezogen.“

Unter diesen Umständen galt es zudem, die Räumlichkeiten in Sachen Barrierefreiheit nachzurüsten. Einen rollstuhlgerechten Eingang im Torbogen zum Brunnenhof gab es schon vorher. Nun aber können sich Menschen im Rollstuhl auch auf Augenhöhe von den Mitarbeitenden an dem neuen, niedriger gebauten Informationsschalter beraten lassen. Zudem bietet ein neues Leitsystem auf dem Boden zusätzliche Orientierung für Sehbehinderte – wodurch die Barrierefreiheit der Tourist-Info künftig auch in diesem Bereich zertifiziert werden kann.

Neben der Barrierefreiheit hat sich das Info-Zentrum auch digital neu aufgestellt. Große Screens an den Wänden ersetzen von nun an weitgehend gedruckte Plakate. „So können wir unsere eigenen, aber auch fremde Veranstaltungen bewerben, in Echtzeit über zusätzliche Führungen oder sonstige Termine informieren – oder auch Bilder einbinden, die unsere Gäste hier in der Stadt gemacht haben“, erläutert Käthler das Konzept. „Heutzutage machen ja nicht mehr wir die Werbung für die Stadt, sondern die Menschen selbst. Das ist auch viel authentischer.

Der Umbau der Tourist-Information ist Teil eines Gesamtprojekts, mit dem der Tourismus in Trier weiter modernisiert wird. So soll bis spätestens September noch eine barrierefreie Toilette unweit der Porta Nigra gebaut werden. Außerdem wird die Geschichte der Stadt künftig auch auf Stadtrundgängen mit VR-Brillen eindrucksvoll erlebbar sein. Diese drei Teilprojekte werden mit insgesamt 600.000 Euro finanziert, von denen das Land einen Betrag von 426.000 übernimmt.

So fiel am Ende auch Petra Dick-Walther, Staatssekretärin im rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium, die Aufgabe zu, mit goldener Schere das purpur-farbene Band zur Eröffnung feierlich zu durchtrennen. „Nach der schwierigen Corona-Zeit war es dringend notwendig, den Tourismus wieder zu fördern“, betont Dick-Walther. Dabei seien die Maßnahmen auch ein Gewinn für die in Trier lebenden Menschen: „Wo die Touristen hinkommen, da fühlen sich auch die Einheimischen wohl“, so die Staatssekretärin.

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