TRIER. Bei Ausgrabungen in der alten Römerstadt Trier stoßen Archäologen immer wieder auf spannende Funde. Bei einer aktuellen Entdeckung spricht Innenminister Ebling sogar von einem «richtigen Highlight».
In Trier ist bei archäologischen Ausgrabungen eine Kultstätte für den römischen Lichtgott Mithras mitsamt eines größeren Reliefs entdeckt worden. Das 1,20 Meter hohe Kalksteinrelief zeige die Gestalt des Cautes, der als Begleiter für den Gott in Erscheinung trete, teilte der für das kulturelle Erbe zuständige Innenminister Michael Ebling (SPD) am Dienstag an der Grabungsstätte in Trier mit. Es sei «ein spektakulärer Fund»: Er verdeutliche «einmal mehr das faszinierende römische Erbe unseres Landes, das ganz besonders hier in Trier sichtbar wird», sagte Ebling.
Bei der Figur des Cautes handele es sich um einen Fackelträger, der die aufgehende Sonne symbolisiere. Für Trier sei dies der zweite Nachweis einer solchen Kultstätte für den Gott Mithras, teilte Ebling mit. Man gehe davon aus, dass der neu entdeckte Kultraum gegen Ende des vierten Jahrhunderts nach Christus zerstört und aufgeben wurde. «Durch einen glücklichen Zufall» sei das Relief von der Zerstörung verschont geblieben.
Der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) sagte: «So ein Fundstück in Trier zu haben macht mich stolz.» Die Grabungen der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) Rheinland-Pfalz laufen seit Februar auf dem Gelände des früheren Polizeipräsidiums, auf dem die neue Hauptfeuerwache der Stadt bis Mitte 2027 entstehen soll. Für die Ausgrabungen, die auf insgesamt 18 Monate anlegt seien, investiere die Stadt 600.000 bis eine Million Euro, sagte Leibe.
Im Römischen Reich sei der Mithraskult vor allem unter Militärangehörigen weit verbreitet gewesen, sagte der Leiter der Außenstelle Trier der Direktion Landesarchäologie, Joachim Hupe. Dieser Kult sei eine «Mysterienreligion, die auf orientalischen, vor allem persischen Wurzeln fußt». Die Kulträume, wie auch der in Trier, seien unterirdisch angelegt gewesen. Die Gläubigen hätten sich da auf gemauerten Bänken vor einem Kultrelief des Mithras versammelt.
Bisher seien aus der Zeit des gesamten Römischen Reiches rund 135 solcher Kultstätten nachgewiesen worden, sagte Hupe. «Es müssen aber mehrere 100 gewesen sein.» Auch in Trier habe es «sicherlich» noch mehr gegeben. Noch sei die Grabung auf dem Gelände «in einem frühen Stadium», sagte er bei der Freilegung des Mittelganges.
Das Relief des Cautes sei geborgen und befinde sich bereits in den Restaurierungswerkstätten des Rheinischen Landesmuseums Trier. Das Grabungsgelände befindet sich unweit der Trierer Kaiserthermen.
















Ich wette unter der Stadt liegen noch viele viele weitere alte Steine etc. Aber ich meine auch, Trier hat inzwischen genug alte Steine ausgebuddelt. Davon alleine kann hier niemand leben.
Es ist unsere Pflicht, kulturelles Erbe zu bewahren.
Kulturbanause! Was glauben Sie denn, wovon Trier gegenwärtig lebt? Bestimmt nicht von seinen großartigen „Industrieanlagen“ und seiner drittklassigen Universität. Touristen, die das Geld in die Stadt bringen, kommen wegen jener „alten Steine“, über die sich ein Nihil wie Sie glaubt lustig machen zu dürfen. Sie sind eine Schande für unsere wundervolle alte Stadt!
Ich bin kein Trierer 🤣
Aber Spass beiseite. Ja die Stadt wird touristisch besucht. Es werden auch Übernachtungen gebucht. Aber viel mehr Geld kommt dabei in Wirklichkeit nicht rum. Wenn, haben die Luxemburger immer ordentlich in Trier konsumiert. Auch die Grenzgänger mit ihrer höheren Kaufkraft taten den Kassen und dem Handwerk immer gut. Fragen Sie mal die Geschäftsinhaber von der Porta bis zum Viehmarkt wer die Umsätze bringt.
Viele Touristen kommen, gucken und verschwinden schnell wieder. Die Heiligrock-Pilger sind dabei noch die geizigsten. Eine volle Simeonstrasse macht noch lange keine volle Kassen, eventuell profitieren im Sommer die Eisdielen davon.