CDU-Gemeindeverband Schweich entsetzt über Verkauf des Flughafen Hahn an Oligarchen

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Foto: Andreas Arnold/dpa

SCHWEICH/HAHN. Der CDU-Gemeindeverband Schweich ist nach eigenen Worten entsetzt über den Verkauf des Flughafens durch den Insolvenzverwalter an einen engen Freund Putins.

Wie es in einer Pressemitteilung des Gemeindeverbandes am Montagnachmittag heißt, „wird der Flughafen Hahn laut Presseberichten an einen engen Freund Putins verkauft.“

„Käufer“, so der Gemeindeverband weiter, „wird der Oligarch Wiktor Wladimirowitsch Charitonin sein. Der russische Milliardär ist ein enger Freund Putins und einer von 96 Oligarchen auf der im Januar 2018 vom US-Finanzministerium veröffentlichten soge-nannten Putin-Liste.

Der Flughafen Hahn ist einer der wenigen Flugplätze in Deutschland, der eine Nachtfluggenehmigung besitzt. Der Flughafen wurde während des Kalten Krieges durch die US-Airforce genutzt, die die Airbase Hahn am 30. September 1993 zur zivilen Nutzung dem Land Rheinland-Pfalz übergab.“

Weiter heißt es in der Pressemitteilung des Verbandes: „Auch heute noch werden von dort im Auftrag der US-Airforce und im Rahmen des Air Mobility Command um-fangreich auch bewaffnete US-Truppen und Kriegsmaterial von privaten Airlines in die ganze Welt ausgeflo-gen.

Seit einem Jahr tobt in der Ukraine der Angriffskrieg Putins, bei dem viele ukrainische Zivilisten durch Russ-lands Militär umgebracht und unzählige Kriegsverbrechen begangen wurden.
Der CDU Gemeindeverband Schweich ist entsetzt über den Verkauf des Flughafens durch den Insolvenzverwalter an einen engen Freund Putins jetzt während dieses verbrecherischen Krieges.

Brisant ist aus unserer Sicht, dass nun ein enger Vertrauter Putins Einblick in die Militärtransporte zur Unterstützung unserer östlichen EU-Staaten und NATO-Partner Polen, Estland, Lettland und Litauen erhalten könnte.

Es besteht zudem die Gefahr, dass in Zukunft Subventionen des Landes Rheinland-Pfalz nach Moskau abfließen. Pleiten, Pech und Pannen sind die Schlagworte wie die Landesregierung Rheinland-Pfalz bislang mit dem Flughafen Hahn verfahren ist.

Jetzt droht das nächste Desaster und dieses Mal vielleicht sogar mit Auswirkungen auf die Sicherheit Europas.

Bei solch wichtigen Themen sollte man unserer Meinung nach nicht auf die Ampel in Mainz setzen. Die EU oder die NATO müssen unserer Ansicht nach hier ein Machtwort sprechen und diese Pläne unterbinden.“

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