OB Leibe und Ministerpräsidentin Dreyer besuchen Weingut Karthäuserhof

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Foto: Presseamt Trier

TRIER. OB Wolfram Leibe hat zusammen mit der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer das Weingut Karthäuserhof in Eitelsbach besucht.

Dabei erhielten sie auch Informationen zu geplanten Neuerungen aus erster Hand. Geschäftsführer Christoph Horbach, der technische Direktor Mathieu Kauffmann und Betriebsleiter Dominik Völk gaben Einblick in die Arbeit in Keller und Wingert. So erfuhren Leibe und Dreyer, dass es demnächst auch einen eigenen Sekt von diesem Weingut geben und auf biologischen Anbau umgestellt werden soll. „Gesunde Böden und Reben sind ganz entscheidend für einen guten Wein“, betonte Kauffmann. Im Keller wolle er künftig auf den Ausbau im Holzfass setzen.

Auf rund 20 Hektar in der vom Verband der Deutschen Prädikatsweingüter (VDP) als Große Lage klassifiziertem Karthäuserhofberg in Trier- Eitelsbach im Ruwertal werden hauptsächlich Rieslingtrauben angebaut. Nach Angaben der Betreiber ist der Karthäuserhof das achtälteste Weingut der Welt. OB Leibe hob dessen Bedeutung hervor: „Der Karthäuserhof ist nicht nur ein sehr renommierter Produzent von Weltklasse- Rieslingen, es ist auch eines der ältesten Weingüter der Welt. Wir können stolz sein, solch ein Unternehmen in Trier zu haben.“

Einen Einblick gab es auch in die Renovierung historischer Bausubstanz. Im Auftrag des Eigentümers Albert Behler erneuert der Trierer Restaurator und Bauforscher Thomas Lutgen den Turm Bruno auf dem Weingutsgelände. Er hat herausgefunden, dass dieser wohl noch älter ist als gedacht: „Der Turm stammt von 1421/ 22, das kann ich anhand der Holzbalken exakt bestimmen.“ Originalputz und sogar Malereien der Gründungszeit hat der Restaurator freigelegt: „Wir sehen hier die Geschichte vom Mittelalter bis zur Neuzeit wie in einem Brennglas. Das soll auch erhalten bleiben und künftig erlebbar sein.“

Der Turm sei von Mönchen der Abtei Himmerod erbaut worden. Sie hätten ihn an einen Pfalzeler Scholastiker verkauft, bevor er an den Trierer Bischof fiel, der das Gut an die Karthäusermönche gab, deren Namen es trägt. Schließlich beschlagnahmten die Franzosen in der Säkularisation das Gut und versteigerten es. Seit 1811 und seit sieben Generationen ist es nunmehr im Familienbesitz.

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