++ Region diskutiert: Krieg in Europa – sollte der Karneval jetzt abgesagt werden? ++

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Ein trauriger Clown - Symbolbild; Foto: dpa

TRIER. Aufgrund der dramatischen Neuigkeiten und dem am heutigen „Weiberdonnerstag“ startenden Straßenkarneval, fragen sich viele Menschen in der Region: Kann, soll und darf man Karneval feiern wenn in Europa ein Krieg ausbricht?

Die Bilder und Nachrichten von rollenden Panzern und Raketen-Einschlägen in der Ukraine am frühen Donnerstagmorgen sorgen für Entsetzen. In einer nächtlichen Rede ordnete Russlands Präsident Wladimir Putin eine „Militäroperation“ an und ließ seinen Worten umgehend schreckliche Taten folgen: Es herrscht Krieg in Europa! „Wir sind heute in anderen Welt aufgewacht“, resümierte Außenministerin Bärbock auf einer Pressekonferenz treffend.

Sollte der Karneval in einer solcher Situation abgesagt werden? Ist es richtig im Moment ausgelassen zu Feiern oder sollte auf die Feierlichkeiten derzeit verzichtet werden?

Die Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval (ATK) reagierte umgehend und gab in den sozialen Netzwerken bekannt:

„Aufgrund der Situation in der Ukraine, haben wir gerade beschlossen zunächst einmal alle für heute geplanten online-Aktionen zum Weiberdonnerstag abzusagen. Unsere Gedanken sind bei den Menschen in der Ukraine.“

Von einer Absage der für den kommenden Montag geplanten „Rosenmontags-Party“ in der Arena Trier wird also aktuell noch abgesehen. Durch die Formulierung „zunächst“ wird jedoch nicht ausgeschlossen, dass weitere Absagen folgen könnten.

Auch in der Karnevals-Hochburg Köln reagierte das Festkomitee. In einem Statement heisst es: „Heute beginnt der Straßenkarneval, das bedeutet für die Jecken in Köln hauptsächlich individuell zu feiern, draußen oder in der Kneipe. Nach zwei Jahren Pandemie ist die Sehnsucht danach sehr groß – und das Absagen mit so kurzem Vorlauf rein organisatorisch auch gar nicht möglich. Es wäre aus unserer Sicht auch das falsche Signal“

Die Gedanken vieler Jecken sind an diesem historischen Donnerstag jedenfalls bei den Menschen in der Ukraine – ein ausgelassenes Feiern für viele in der aktuellen Situation nicht vereinbar.

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3 Kommentare

  1. Ich bin ja jetzt ohnehin nicht so der Karnevalsfan.
    In der jetzigen Situation widerstrebt mir dieses organisierte Fröhlichsein erst recht.
    Karnevalsveranstaltungen abzusagen, wäre zumindest ein Signal der Empathie.
    Aber letztlich muss das jeder für sich entscheiden.

    • Wo bleibt denn immer wieder inflationär bemühte „Emphatie“ in Form von abgesagten „Vergnügungs“-Veranstaltungen für die überall weltweit stattfindenden Menschenrechtsverletzungen und Morde?

  2. Heute darf ich mal wieder, nachdem der Kleene mein Profil gemopst hat.
    Was haben Putin und die Antifa gemein? Na?
    Sie fühlen sich von Nazis verfolgt und rechtfertigen damit ihre eigenen Verbrechen.

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