“Sprit-Sauerei” – wie die “Melkkuh” Autofahrer von der Politik alleingelassen wird!

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Foto: dpa/Symbolbild

TRIER. Während die Benzin- und Dieselpreise ein Rekordhoch erreichen, lässt die Politik die Autofahrer mit ihren Nöten allein. Seit Monaten hält die Preisrallye an der Zapfsäule an, doch jetzt sind neue Höhen erreicht: Die 1,712 Euro, die der ADAC je Liter E10 am Dienstag vermeldete, sind ein neuer Rekordwert, der höchste seit 10 Jahren. Auch beim Diesel ist mit 1,640 Euro ein Rekordhoch zu verzeichnen. Wer soll das noch bezahlen?

Der Preisanstieg hat mehrere Gründe – einer ist die Energiepolitik. Seit Januar greift die CO2-Bepreisung, die sich überall bemerkbar macht, auch an der Zapfsäule. Die Autofahrer sind die Leidtragenden, obwohl sie schon massiv zur Kasse gebeten werden: 53,93 Milliarden nimmt der Fiskus pro Jahr mit KFZ-Steuer, Mineralölsteuer und LKW-Maut ein. Der Autofahrer wird zur Melkkuh.

In den Großstädten können die Bürger auf den ÖPNV umsteigen oder auf die im Alternativ-Milieu so beliebten, elektrogetriebenen Lastenfahrräder umsatteln. Wenn man sich das leisten kann, denn billig sind die Dinger nicht. In einer ländlichen Region wie der Region Trier ist dies für die wenigsten eine Option. Zu schlecht sind viele kleine Orte an der Mosel, in der Eifel oder im Hunsrück mit Bus und Bahn zu erreichen.

Bleibt nur der Tanktourismus nach Luxemburg. Doch auch in Luxemburg haben die Spritpreise angezogen. Ob sich das im Einzelfall überhaupt noch rechnet, muss sich jeder genau anschauen. Außerdem ist Tanktourismus keine Lösung für politische Probleme. Malu Dreyer war prominent an den Berliner Koalitionsverhandlungen beteiligt. Es wird es höchste Zeit, dass die Minsterpräsidentin sich für eine Entlastung der Autofahrer einsetzt. Und für einen besseren ÖPNV in der Region Trier wird es auch höchste Eisenbahn – bei Bus und Bahn.

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