So hoch wie der Kölner Dom: Neue Windräder in Pellingen gehen in Betrieb

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Ein Rotorblatt wird durch Zerf transportiert. Foto: WEAG AG

PELLINGEN. Die alten Windräder in Pellingen haben neue Gesellschaft. Drei weitere Windkraftanlagen, die in etwa so hoch sind wie der Kölner Dom, sind jetzt im Dezember an den Start gegangen. Die Testphase ist abgeschlossen, wie die Verbandsgemeinde Konz mitteilt.

Die drei neuen Windräder produzieren bis zu 38 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr. Zum Vergleich: Laut Energieatlas lag der Stromverbrauch in der gesamten Verbandsgemeinde Konz im Jahr 2018 bei 110 Millionen Kilowattstunden. Die neuen Windkraftanlagen in Pellingen können also rein rechnerisch knapp ein Drittel des gesamten Stroms für die Verbandsgemeinde produzieren. Im Umspannwerk Gusterath wird der Strom in das Netz von Westnetz eingespeist.

Der Bau der Windkraftanlagen hatte im Herbst 2020 begonnen. Im vergangenen Sommer hatten dann viele Anwohner in Zerf gestaunt, als die riesigen Rotoren angeliefert wurden. Etwa 200 Menschen waren gekommen, um das Highlight zu sehen. Denn damit der 65 Meter lange Flügel durch die Ortschaft kommt, musste der Schwertransport angehoben werden, um dann mit dem Rotorblatt schräg über die Dächer der Häuser hinweg um die Kurve zu kommen.

„Jetzt sind wir glücklich, dass die fertigen Windräder nach einer Testphase endgültig an den Start gehen konnten“, sagt Wolfgang Willems, Ortsbürgermeister der Ortsgemeinde Pellingen. Und Verbandsgemeindebürgermeister Joachim Weber ergänzt: „Erneuerbare Energien sind die Zukunft. Sie haben eine hohe Bedeutung für das Erreichen unserer Klimaziele.“

Die Verbandsgemeinde Konz und die Ortsgemeinde Pellingen sind an der Betreibergesellschaft des Windparks Pellingen beteiligt. Mitgesellschafter ist die WEAG Power GmbH & Co. KG, die seit Beginn der Planungen ihr Know-How aus 20 Jahren Erfahrung mitbrachte.

Insgesamt haben die drei Windkraftanlagen rund 19,5 Millionen Euro gekostet. Durch den Verkauf des in Pellingen produzierten Stroms können die Verbandsgemeinde und die Ortsgemeinde nach einigen Jahren Geld verdienen, nachdem Investitionskosten der vergangenen Jahre zum Beispiel für Grundstücke, Gutachten und Genehmigungen ausgeglichen sind.

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11 KOMMENTARE

  1. Windräder so hoch wie der Kölner Dom, ich finde es ist eine Verschandelung der Landschaft diese mit Windrädern zuzupflastern, auch würde ich gerne mal wissen nach wie vielen Jahren so ein Windpark einen Gewinn erwirtschaftet. Und da ist dann auch die Frage der Nachhaltigkeit , wieviel CO2 die Herstellung kostet und dann auch noch später die Entsorgung.
    Ich denke es wäre weitaus sinnvoller wenn Dächer mit PV Anlagen bestückt werden .

  2. Mich würde eine Studie über die Auswirkungen auf die heimische Vogel- und Insektenwelt interessieren, oder wird das nicht berücksichtigt?

  3. Die neu installierten Windräder um Pellingen sind absolut hässlich, verschandeln die Landschaft. Die Zukunft sind die neuen Atomkraftwerke, Fluidkraftwerke, die Atommüll fressen, die Franzosen gehen voraus, die Belgier, die Niederländer folgen, nur die Deutschen traben hinterher, begreifen nicht, dass diese neuen AKWS die Zukunft sind. Wir verpassen den Anschluss an diese neue Energiequelle, Windräder sind Vogeltöter, Bienentöter, Fledermaustöter. Grüne Einfälle sind einfach nur blöd. Das Kind aus Schweden ist bedauernswerter Weise krank, autistisch, sie sollte von verantwortungsvollen Menschen betreut werden. Ihre Eltern scheinen nicht in der Lage zu sein, dieses kranke Kind zu schützten.

  4. Bodenlose Schweinerei was da passiert. Unsere ganze Landschaft wird verschandelt, nur damit sich einige Herren die Taschen füllen können. Herr Willems und Herr Weber können ja gerne mal erklären, was sie an Provision für den Bau dieser Mistdinger erhalten haben. Das würde die Öffentlichkeit viel mehr interessieren. Die Ortsgemeinde wird daran überhaupt kein Geld verdienen und darf sich schon mal freuen, wenn die Dinger nach 2 Jahrzehnten wieder abgebaut werden müssen, denn das wird richtig ins Geld gehen.
    Ich wäre ja dafür, dass die Gemeinden mit Windrädern nur von diesem Strom versorgt werden dürften. Dann gingen dort nämlich sprichwörtlich die Lichter aus, weil in unserer Region nachweislich viel zu wenig Wind weht, damit Windparks profitabel wirtschaften. Hier geht es ausschließlich um Eigeninteressen von Bürgermeistern und Ratsmitgliedern aufgrund von Provisionszahlungen und sonst nichts.

  5. Danke für die vielen Nicht-Veröffentlichungen von Kommentaren in diesem Jahr, lokalo.
    Ihr steht der Stasitante der AA-Stiftung in nichts nach.
    Wünsche euch frohe Weihnachten und ein paar gute, neutrale Mitarbeiter!

    • Was bist du doch für ein negativer mensch! Egal zu welchem thema: nur am stänkern. Gehst du zum lachen in den keller?
      Trotzdem vielleicht frohe weihnachten. Falls nicht, überleg dir mal evtl. auszuwandern. Es ist ja überall besser und freier!

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