Lewentz: Landesweiter Corona-Kontrolltag für Donnerstag geplant

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Der rheinland-pfälzische Innenminister- und Sportminister Roger Lewentz (SPD) spricht mit Pressevertretern. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild

MAINZ. Polizei und Kommunen wollen die Einhaltung der Corona-Regeln in Rheinland-Pfalz an diesem Donnerstag intensiv kontrollieren. «Die Infektionslage ist sehr ernst. Nur durch Impfungen und die konsequente Einhaltung der Regelungen zum Infektionsschutz im täglichen Miteinander können wir uns gegenseitig schützen und die vierte Welle brechen», sagte Innenminister Roger Lewentz (SPD) am Dienstag in Mainz.

Ein besonderes Augenmerk werde beim Kontrolltag auf die 3G-Regelung in Bus und Bahnen sowie auf die 2G-Regelung etwa in der Gastronomie gelegt, kündigte Lewentz an. «Ein weiterer Schwerpunkt wird die zielgerichtete Prüfung von Impfnachweisen auf Fälschungsmerkmale sein.» Aber auch das Abstandsgebot und die Maskenpflicht werden kontrolliert. Die Polizeipräsidien würden am Kontrolltag von mehr als 150 Kräften des Polizeipräsidiums Einsatz, Logistik und Technik unterstützt.

«Die Pandemie ist noch nicht überstanden und wir müssen leider weiterhin Einschränkungen im Alltag in Kauf nehmen, auch wenn sich viele von uns nach Normalität sehnen, gerade in der Vorweihnachtszeit», sagte Lewentz. Er appellierte an die Bürger, «in dieser schwierigen Zeit, die Corona-Schutzregeln zu beachten». (dpa)

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1 Kommentar

  1. Mit der “3G”-Regel für den ÖPNV ist der Bogen überspannt worden. Jetzt sind radikale Maßnahmen notwendig, die sich aber im Rechtsrahmen aufhalten müssen. Das geht einfacher, als man denkt.

    Den Test, den ein Arbeitnehmer täglich absolvieren muss, wenn er zur Arbeit erscheinen will. Den Test, der ihm dann an jedem einzelnen Tag mindestens fünfzehn Minuten seiner Lebenszeit raubt, oder auch eine Stunde, wenn er anstehen muss. Auch am Sonntag, wenn er am Montag arbeiten soll, denn Morgens um fünf kriegt er nirgends einen. Wenn er denn am Sonntag überhaupt einen kriegen kann, der dann bis zum nächsten Nachmittag gültig ist.

    Ist es da überzogen, von einem Arbeitsverbot für Ungeimpfte zu sprechen? Es handelt sich hierbei um eine weitere Stufe der “Impfnötigung” mit einem unzureichend getesteten Medikament , das ganz offensichtlich nicht so wirkt, wie es noch vor kurzem kolportiert wurde.

    Was geschieht, wenn sich die Hälfte der Arbeitnehmer auf einmal krank meldet?

    Die Lösung: man kann sich krank melden. Für die ersten drei Tage braucht man dazu nicht einmal ein Attest und drei Tage sind ganz schön lang. Wenn sich also alle diejenigen gleichzeitig krank melden, die nicht an dem Gen-Experiment teilnehmen wollen, dann funktioniert im besten Deutschland nichts mehr. Aber wie viele sind das?

    Offiziell haben sich etwas mehr als 30 Prozent die Spritze nicht verpassen lassen. Nun ist es aber so, dass von den Menschen im Rentenalter 90 Prozent gespritzt sind, wenn man den offiziellen Zahlen glaubt. Das sind immerhin etwa 23 Millionen. Zur Arbeit gehen etwa gut 44 Millionen, also fast die doppelte Anzahl wie Rentner. Das heißt, wir können abschätzen, wie viele der Arbeitenden tatsächlich die Spritze erhalten haben. Liegen also 23 Millionen um 20 Prozentpunkte über dem Durchschnitt, muss die doppelte Anzahl um etwa zehn Prozentpunkte darunter liegen. Nachdem die Impfquote mit etwa 67 Prozent angegeben wird, kann sie bei der arbeitenden Bevölkerung nur noch bei etwa 57 Prozent liegen, also knapp mehr als die Hälfte.

    Allein diese kurze Rechnung zeigt schon auf, dass selbst die veröffentlichten Zahlen der Impfquoten ein falsches Bild vermitteln, was die wirklich relevante Menge der arbeitenden Bevölkerung betrifft. Von den Nötigungen mit den “3G”-Diktaten ist also fast die Hälfte der Arbeitnehmer betroffen. Da bedarf es kaum noch der Phantasie sich vorzustellen, was geschieht, wenn sich diese alle auf einmal krank melden. Das Land stünde still. Tatsächlich würde es schon ausreichen, wenn sich nur 10 bis 20 Prozent (absolut) krank melden, denn unser auf Kante genähtes Wirtschaftssystem kann nicht einmal das kompensieren.

    Diejenigen, die bislang der Impfnötigung widerstanden haben, haben schon bewiesen, dass sie zu Widerstand fähig und willens sind. Mit jeder weiteren Stufe der Nötigung wird dieses Potential wachsen. Also rührt die Buschtrommel, wie man effektiven Widerstand leisten kann, ohne sich auch nur ansatzweise strafbar zu machen. Ja, man muss dazu nicht einmal das Haus verlassen.

    Ach ja, das kann man ja gar nicht mehr, wenn man auf den ÖPNV angewiesen ist und in seinem Dorf keine Teststation fußläufig erreichbar ist. Es sei denn, man hat ein Auto und fährt damit. Das fehlt dann aber der Ehefrau für die Familieneinkäufe. Ob das die grünen Coronatoren so wollten? Ach ja, deren Wähler leben ja in den Städten.

    Genau das will der Aspirant auf den CDU-Vorsitz Merz gleich ganz befehlen. Bei Lanz sagte er am Dienstag: “Wer nicht geimpft oder genesen ist, kann dann nur noch zur Apotheke, in den Supermarkt und zum Arzt … Das wäre angesichts der Lage wohl auch verhältnismäßig und könnte vor allem sofort umgesetzt werden.”

    Dann könnten Ungeimpfte auch nicht mehr arbeiten, denn “mit konsequenter 2G-Regelung wäre der Zugang zum Betrieb und zur Arbeitsstelle auch nur noch für Geimpfte und Genese möglich – mit allen Konsequenzen”, so Merz weiter. Der 66-Jährige betonte noch einmal: “Kein Ungeimpfter mehr im Büro, kein ungeimpfter Fußballspieler mehr auf dem Rasen, kein ungeimpfter Abgeordneter mehr im Bundestag, kein ungeimpfter Student mehr im Hörsaal.”

    Kann sich ein Land Politiker oder Parteien leisten, die derart offen ihre Verachtung gegenüber einem Drittel der Bevölkerung aussprechen? Die offen fordern, ein Drittel oder mehr von der Arbeitswelt auszuschließen, ja vom Leben?

    Ich denke, genau das sollten wir Herrn Merz schon vorab zeigen, nämlich wie die Wirtschaft funktionieren wird, wenn mal eben fast 15 Millionen Arbeitnehmer nicht mehr zur Arbeit erscheinen. 15 Millionen? Eben gut 30 Prozent der 44 Millionen Arbeitnehmer, die laut Statistik nicht gespritzt sind. Oder auch etwas mehr?

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