Trier: Investoren präsentieren Auswahlgremium Konzepte für Entwicklung der Jägerkaserne

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Die Mitglieder des Auswahlgremiums (v. l.): .: Jörg Reifenberg (CDU), Stefan Wilhelm (SPD), Eric Wolff (StadtRaumTrier), Isabelle Marie Kulle (FDP), Ortsvorsteher Marc Borkam, Matthias Koster (Die Linke), Beigeordneter Markus Nöhl, Peter Strobel (Architektur- und Städtebaubeirat), Heiko Nowak (Amt für Bodenmanagement und Geoinformation), Eva-Maria Weiß (Stadtplanungsamt). Auf dem Foto fehlt Dominik Heinrich (Bündnis 90/Die Grünen). Foto: Stadt Trier

TRIER. Im Vergabeverfahren zur Entwicklung der Jägerkaserne in Trier-West haben interessierte Investoren dem städtischen Auswahlgremium ihre Konzepte präsentiert, wie die Stadt Trier mitteilt. Das mit Vertretern der Politik, des Architektur- und Städtebaubeirates und der Verwaltung besetzte Gremium hatte die Interessenten dazu in die Kunstakademie geladen. Wegen der großen Zahl an Bewerbungen waren zwei Tage erforderlich, um alle Präsentationen zu berücksichtigen.

Die Anforderungen der Stadt Trier an die Konzepte zur Entwicklung der Jägerkaserne sind hoch. Neben aussagekräftigen Referenzen, welche die Kompetenz und Erfahrung der einzelnen Investoren darlegen, waren in den Konzepten vor allem Ideen zu sozialen Aspekten, Mobilität und Ökologie gefragt. Diese Schwerpunkte waren vom Auswahlgremium in einer vorangegangenen Sitzung gemeinsam festgelegt worden.

Bei den sozialen Aspekten mussten die Investoren erklären, mit welchen alternativen und innovativen Wohnformen das Quartier entwickelt und mit Leben gefüllt werden könnte. Zwingende Voraussetzung ist die Einhaltung einer entsprechenden Quote für den öffentlich geförderten Mietwohnungsbau. Besonderes Augenmerk legte das Gremium auf die Inklusion aller Bevölkerungsgruppen und die Einbindung des neuen Quartiers in den Stadtteil Trier-West.

Beim Thema Mobilität waren Ideen zum Betrieb und zur Umsetzung der Quartiersgaragen gefragt. Dies beinhaltete auch Vorschläge für Elektromobilität und Sharing-Angebote. Ebenso wurde das Thema Radmobilität abgefragt. Dazu wurden in den Präsentationen Lösungen für Fahrradabstellmöglichkeiten – auch für Pedelecs, Lastenräder und Besucherfahrräder – dargestellt.

Abschließend mussten die Investoren Erläuterungen zum Bereich Ökologie und Energie vorlegen. Hier waren Konzepte gefordert, die die Energiegewinnung und die Energieeinsparung beinhalten. Des Weiteren enthielten die Konzepte Angaben zur Nachhaltigkeit im Bau.

Auf Basis dieser breiten Palette von Kriterien hat das Auswahlgremium die einzelnen Konzepte bewertet. Diese Bewertung fließt neben dem Kaufpreisgebot in die Vergabeentscheidung ein. Mit den bestplatzierten Investoren geht es nun in die Detailabstimmung und -verhandlungen, sodass der Stadtrat voraussichtlich Anfang 2022 über die Vergabe der Jägerkaserne entscheiden kann.

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