Enkeltrickbetrüger erleichtern 83-Jährigen um fünfstelligen Bargeldbetrag

0
Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Symbolbild

SAARBRÜCKEN. Das betrügerische Enkeltrick-Telefonat wurde von einer angeblichen Enkelin des späteren Opfers eröffnet, wie das Landespolizeipräsidium Saarland mitteilt. Diese Person gab an, einen Verkehrsunfall verursacht zu haben, bei dem eine 32-jährige Frau lebensgefährlich verletzt worden sei. Sie selbst sei verhaftet worden und werde nur gegen eine hohe Kaution auf freien Fuß gesetzt.

Nach der Schilderung der angeblichen Enkelin des 83-jährigen Geschädigten übernahm ein falscher Polizeibeamter die Gesprächsführung. Dieser überzeugte den älteren Herrn davon, das Telefonat nicht zu beenden und mit niemandem über den Sachverhalt zu sprechen. Im Anschluss hielten die Kriminellen ihr Opfer weiter in der Leitung, lotsten es zu einer Bank, um den vereinbarten Geldbetrag abzuheben, und verabredeten sich gegen 18.30 Uhr in Saarbrücken zur Geldübergabe.

Am Übergabeort traf das Opfer auf einen ca. 25 bis 35 Jahre alten Mann, der ihm zunächst ein Handy entgegenhielt. In einem Telefonat bestätigte der bereits bekannte, falsche Polizeibeamte, dass der 83-Jährige dem vor Ort anwesenden Mann das Geld übergeben soll, was dieser auch tat.

Die Polizei appelliert nochmals eindringlich:

– Seien Sie misstrauisch, wenn sich ein Anrufer am Telefon nicht mit Namen meldet! Rate Sie nicht wer anruft!
– Erfragen Sie bei dem Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte wissen kann!
– Informieren Sie Ihre Angehörigen oder nahestehende Personen über einen solchen Anruf!
– Die Polizei verlangt von Ihnen am Telefon niemals die Herausgabe von Bargeld oder Wertsachen!
– Informieren Sie umgehend die Polizei!

Vorheriger ArtikelLuxemburg: Brennender PKW steckt zweiten an – heftige Explosionen
Nächster ArtikelRisikofaktor Bluthochdruck: Experten des Brüderkrankenhauses Trier informieren

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.