Trierer Amokfahrt-Prozess: Zeugin – Amokfahrer raste bis zum Schluss mit hohem Tempo!

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Foto: Oliver Dietze/dpa/Archivbild

TRIER. Der mutmaßliche Amokfahrer von Trier ist nach Aussage einer Zeugin bis zum Ende mit hoher Geschwindigkeit unterwegs gewesen. Sie habe gesehen, wie er mit seinem SUV über eine rote Ampel und dann an ihr vorbei gerast sei, sagte die 61-Jährige am Dienstag im Prozess gegen den Mann vor dem Landgericht Trier aus (8032 Js 35057/20.1 Ks). Kurz darauf habe er gebremst, das Auto am Straßenrand geparkt, sei ausgestiegen und habe Zigarette rauchend auf die Polizei gewartet. Er habe den Eindruck vermittelt, von jemandem, «der seine Arbeit getan hat».

Bei der Amokfahrt in der Fußgängerzone in Trier waren am 1. Dezember 2020 fünf Menschen getötet worden. Zudem gab es zahlreiche Verletzte und Traumatisierte. «Ich habe das Ende der Amokfahrt miterlebt», sagte die Zeugin, die als erste Privatperson im Prozess geladen war. «Die Situation war sehr unheimlich.» Überall habe man Sirenen gehört, aber zunächst nicht gewusst, was passiert war.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 51-Jährigen fünffachen Mord und versuchten Mord in 18 weiteren Fällen vor. Der Deutsche soll mit seinem Geländewagen durch die Trierer Fußgängerzone gerast sein, um möglichst viele Menschen zu töten oder zu verletzen. Dabei sei er in einem Zickzack-Kurs wahllos und gezielt auf Passanten zugefahren. Der Prozess gegen den Deutschen ist bis Ende Januar 2022 terminiert.

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