Saarländer fliegt bald ins All: Astronaut Maurer verabschiedet sich von Freunden und Familie

Knapp acht Wochen vor seinem geplanten Flug ins All hat sich der saarländische Astronaut Matthias Maurer von Freunden und Familie in seiner Heimat verabschiedet - und seinen Aufenthalt auch zu einem Überraschungsbesuch in einem privaten «Weltraum-Atelier» genutzt.

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Matthias Maurer ist ein deutscher Esa-Astronaut. Archivbild / dpa

NOHFELDEN. Der deutsche Esa-Astronaut Matthias Maurer (51) hat keine Angst vor dem geplanten Flug zur Internationalen Raumstation (ISS) am 31. Oktober.

«Ich glaube, dann wäre es der falsche Job für mich», sagte der aus Oberthal stammende Saarländer am Montag auf die Frage eines Jugendlichen im Landkreis St. Wendel.

Maurer besuchte mit Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) das «Weltraum-Atelier Nohfelden» in einer umgebauten Scheune und überraschte dort eine Gruppe von jungen Erwachsenen mit Behinderung, die dort an einem Workshop zur Raumfahrt teilnahmen. Ihnen verriet er auch, warum er sich 2008 bei der Esa beworben hatte: «Ich mag es gerne, Experimente zu machen!»

Zu seinem Start von Florida aus sagte Maurer: «Die ersten neun Minuten sind die wilden Minuten, da gibt es richtig ordentlich Beschleunigung», sagte er lächelnd. Und nach etwa 23 Minuten, wenn er losgeschnallt sei, gehe sein Blick dann «direkt runter aufs Saarland».

Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hofft, dass die Mission «Cosmic Kiss» von Maurer langfristig positive Auswirkungen vor Ort haben werde. Die Begeisterung, die es im Land dafür gebe, gelte es zu nutzen, damit sich mehr junge Menschen für Naturwissenschaften, Technik und IT interessierten. «Ich erhoffe mir einen erheblichen Boost von dieser Weltraum-Mission für unsere Bemühungen im Saarland», sagte Hans.

Maurer wird der vierte Deutsche auf der ISS sein und dort voraussichtlich sechs Monate verbringen. «Es ist nicht das erste Mal, dass ich einige Zeit von zuhause weg bin», sagte er im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Aber jetzt gehe es auf eine «spezielle Reise», deshalb habe er Wert darauf gelegt, sich noch einmal von Freunden und der Familie zu verabschieden – aber auch von Förderern. «Die Politik steht dahinter, das ist wichtig, dass wir in Deutschland Raumfahrt betreiben und dass wir in Zukunft auch Weltspitze bleiben.»

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