Förderbescheid: Über 430 Millionen Steuergelder für Batteriezellfertigung in Rheinland-Pfalz

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Auch in der Batteriezell-Produktion braucht es sogenannte Reinräume.

KAISERSLAUTERN. In Kaiserslautern sollen in wenigen Jahren Batteriezellen für Elektrofahrzeuge gefertigt werden. Die Partner sehen das Projekt auch als Meilenstein für die Transformation der Automobilindustrie hin zu nachhaltigen Antrieben.

Die geplante Batteriezellfertigung am Opel-Standort Kaiserslautern wird mit Steuergeld in Höhe von rund 437 Millionen Euro unterstützt. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) übergaben am Donnerstag den Förderbescheid. «Wir wollen, dass die innovativsten, nachhaltigsten und effizientesten Batterien aus Deutschland und Europa kommen», sagte Altmaier bei der Übergabe in der pfälzischen Stadt. Es sei ein großer Schritt zur Ermöglichung von Klimaschutz und ökologischer Transformation. «Und gleichzeitig ein großer Schritt zum Erhalt der industriellen Basis Europas, Frankreichs und Deutschlands.»

Dreyer sagte, von der Batteriezellfertigung werde auch ein positives Signal für die Transformation der Wirtschaft ausgehen. «Menschen müssen zu Gewinnern der Transformation werden. Dann verlieren sie die Angst.» Das Land Rheinland-Pfalz beteiligt sich zunächst mit rund 51 Millionen Euro, die in der Gesamtsumme inbegriffen sind.

Nach Schätzung von Altmaier werden 2030 «auf den Straßen in Deutschland ungefähr 14 bis 15 Millionen Elektrofahrzeuge» unterwegs sein. «Heute ist es eine Million.» Die Entwicklung verlaufe «schneller und besser, als wir es uns vorgestellt haben».

«Wir geben in Deutschland drei Milliarden Euro aus im Rahmen des großen gemeinsamen Projekts, um die Batteriezellenproduktion wieder heimisch zu machen», sagte der Bundeswirtschaftsminister. «Die Technik wird in Europa und in Deutschland wieder heimisch werden.»

Opel-Arbeitsdirektor Ralph Wangemann sprach von einer «echten Giga-Factory für Batteriezellen» in Kaiserslautern. «Ab 2023 werden wir schrittweise drei Blöcke mit Kapazität von jeweils acht Gigawattstunden aufbauen. Die Produktion soll 2025 starten.»

Der Autohersteller Opel will mit der Konzernmutter Stellantis und der französischen Total-Tochter Saft in Kaiserslautern Batteriezellen für jährlich ungefähr 500.000 Elektrofahrzeuge produzieren. Entstehen sollen rund 2000 Arbeitsplätze.

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