RLP-Integrationsministerin Binz will mehr afghanische Ortskräfte aufnehmen

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Die Integrationsministerin von Rheinland-Pfalz, Katharina Binz (Grüne). Foto: Harald Kittel/dpa/Symbolbild

MAINZ. Nach dem Willen der Integrationsministerin von Rheinland-Pfalz, Katharina Binz (Grüne), soll das Land mehr Ortskräfte aus Afghanistan aufnehmen. Ein entsprechendes Angebot hat die Ministerin der Bundesregierung unterbreitet. Gegenwärtig evakuiert die Bundeswehr Ortskräfte, die für Deutschland beispielsweise als Übersetzer tätig waren, per Luftbrücke aus Kabul ins usbekische Taschkent.

Gegenüber dem SWR erklärte die Ministerin: „Wir haben schon frühzeitig dem Bund angeboten, dass wir auch über unsere eigentliche Landesquote weitere Ortskräfte aufnehmen könnten und das auch wollten.“ Da gegenwärtig 40% der Kapazitäten in den Landesaufnahmezentren frei seien, habe Rheinland-Pfalz die Möglichkeit dazu. Die Corona-Regeln müssten aber berücksichtigt werden.

Die Ministerin forderte die Bundesregierung auf, sich langfristig mit der Frage der Aufnahme von afghanischen Flüchtlingen über den Kreis der Ortskräfte hinaus zu befassen. Die Identifikation der Ortskräfte könnte schwierig werden, da viele aus Angst vor Repressionen durch die Taliban ihre Arbeitsverträge vernichtet haben.

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14 KOMMENTARE

  1. Wenn ich das schon wieder lese…. Wir können und wollen.

    Wir werden aber nicht gefragt!

    Ich und sicherlich viele andere möchten das nicht.
    Soll doch Frau Binz mit gutem Vorbild vorangehen und 1 oder 2 Ortskräfte bei sich aufnehmen.
    Aber das wird sicher nie geschehen, immer die anderen sollen/müssen.

  2. Wer prüfte denn was bis wann bzgl. der Begrifflichkeit „Ortskräfte“ ?

    Liebe Leute, für wie dumm die Politiker den deutschen Michel halten !

  3. Wieviele Gründe müssen noch offensichtlich gemacht werden, damit der deutsche Schlafmichel endlich sieht, dass B90/Grüne UNWÄHLBAR sind – es sei denn, man will Deutschland abschaffen?!
    Der Wolf hat Kreide gefressen – seht es endlich!

  4. Das muss mir jetzt mal einer erklären : die westlichen Militärs waren dort 20 Jahre um das Land aufzubauen! Das heißt einige haben u.a. dem deutschen Militär dabei geholfen „ ihr Land aufzubauen“ ! Diese Leute wurden ausgebildet , erhielten Waffen um ihr Land zu verteidigen . Was passiert nach den ersten Angriffen der Taliban : das Militär schmeißt die Waffen weg , ergibt sich und alle wollen nur noch ihr Land verlassen !? Warum sollen wir jetzt eine moralische Verpflichtung haben diese Leute nach Deutschland zu holen ?

  5. @ Camen Bert …..
    das kann ich die sagen. Vom Staat gewollt, Völkermischnung und ….SARAZIN hatte Recht …aber jetzt ist es zu spät.

  6. Die Deutschen kriegen das „Ja-sagen“ quasi über die Schulen und den ÖRR antrainiert.

    1989 hatten die Deutschen noch Mut!

  7. Weil wir unsere früheren Kollegen nicht dem sicheren Tod überlassen wollen? Die Taliban haben jeden, der mit ausländischen Akteuren zusammenarbeitet als „Verräter“ bezeichnet und mit Exekution gedroht. Das sie nicht sonderlich zimperlich sind, sollte eigentlich nach den beinhae wöchentlichen Anschlägen in Afghanistan in den letzten Jahren auch dem letzten klar geworden sein.
    Vielleicht wäre der eine oder andere, der hier ein Problem mit der Aufnahme weniger Tausend Personen hat, sich mal testweise für sechs Monate in Afghanistan aufhalten. Vielleicht versteht er dann, wieso wir eine Verpflichtung haben (dürfen), uns um das Leben ehemaliger Mitarbeiter zu sorgen, die wegen Kollaboration bedroht werden. Man kann es sich schön einfach machen und „die Grünen“ als größtes Übel beschimpfen oder man versucht sich mal in die Lage anderer Leute zu versetzen.

    • @Burger
      „Wir“ sind zu gar NICHTS VERPFLICHTET!
      Das ist ihre persönliche Meinung, Sie können sich gerne nach Afghanistan begeben und sich dort einbringen – schliesslich sind die Taliban auch Afghanen – es sind afgh. Bürger – falls es Ihnen entgangen ist!
      WIESO haben SIE „frühere Kollegen“ in Afghanistan?
      Alles Blödsinn, was Sie da schreiben, zudem warum sind Sie dann noch hier und helfen nicht „vor Ort“ ihren „früheren Kollegen“ – mit denen hat hier niemand was zu tun – die sind 20 Jahre lang angelernt worden….aber wie schrieb kürzlich ein amerik. Soldat: Diese „Soldaten“ sind Männer, welche häufig in ihren Dörfern „was angestellt hatten und deswegen dort nicht erwünscht sind“, so haben sie sich beim Militär gemeldet, meist aber nach wenigen Monaten wieder verlassen, weil es ihnen zuviel Arbeit war und Disziplin erforderte.
      Hmmm, würde auch zu dem Artikel in derWelt passen, in dem stand, das die „afgh. Soldaten“ ständig wechselten, nach kurzer Zeit abbrachen und wieder neue kamen.
      Aber egal, es ist nicht der Job anderer Länder, den Afghanen Demokratie aufzuzwingen, wenn sie diese nicht mehrheitlich möchten und das scheint so zu sein.
      Zudem geht es den Menschen in Afrika (Mali, Somalia etc), Iran, vielen Ländern Asiens KEINEN DEUT BESSER, als den Afghanen, schon mal darüber nachgedacht?

  8. Die UNO hat die Versorgung dieser Flüchtlinge zu übernehmen. Die Mitgliedsstaaten der UNO haben der UNO hierfür genug Geld zu überweisen. An dieser Stelle kommt Deutschland ins Spiel: Wir haben der UNO das erforderliche Geld zu zahlen, genau wie viele andere wohlhabende Staaten der Welt, zum Beispiel China und die reichen Golfstaaten.

    Über diese Geldzahlungen hinaus gibt es für Deutschland keinerlei Verpflichtungen, auch nur einen einzigen Afghanen aufzunehmen. Selbst wenn unsere politischen Führer jetzt mit den Bildern aus Kabul auf unsere Tränendrüse drücken: Auf solche durchsichtigen Versuche, unser natürliches Mitleid auszunutzen, um uns in einem Moment menschlicher Gefühligkeit die Aufnahme von noch mehr Afghanen aufzuschwatzen, sollten wir nicht hereinfallen!

    Wir Deutschen haben für die Afghanen schon mehr als genug geleistet: Wir haben 20 Jahre lang Milliarden in ihr Land gepumpt, die wir in Deutschland selber gut hätten gebrauchen können. 59 Deutsche sind als Soldaten für das Land der Afghanen gestorben, im Versuch, die Afghanen vor ihren eigenen Leuten zu schützen. Wir haben Milliarden für die Unterkunft und Verpflegung von jungen afghanischen Männern ausgegeben, die faul und feige davon gelaufen sind, weil sie es sich lieber in Deutschland bequem machen wollten. Diese jungen afghanischen Männer, die jetzt schon seit Jahren bei uns sind, kosten uns bereits jetzt schon Milliarden, jedes Jahr.

    Wir Deutschen haben viel für die Afghanen getan, für uns haben die Afghanen bisher noch gar nichts getan. Im Gegenteil: Wir haben seit 2015 erlebt, wie sich gerade die Afghanen, die wir hier in Deutschland überaus großzügig und gastfreundlich aufgenommen haben, durch ihr ungebührliches, kriminelles Verhalten einen besonders schlechten Ruf erworben haben: als überdurchschnittlich häufig auffallende Schläger, Messerstecher, Drogenhändler, Straßenräuber, Vergewaltiger und Mörder. Spontan fällt mir Mia aus Kandel ein, nur ein typisches Beispiel.

    Was gerade in Kabul passiert, ist schlimm, aber es ändert nichts an den nüchternen Tatsachen: Wir Deutschen haben weder eine rechtliche noch eine moralische Verpflichtung, in unserem Land noch mehr Afghanen aufzunehmen. Wir haben auch mit Afghanen in Deutschland unsere Erfahrungen gemacht und verzichten dankend auf weitere Erfahrungen mit diesen Leuten. Bleiben wir also bei klarem Verstand: Lassen wir uns nicht in einem Anflug von Gefühlsduselei zu Entscheidungen verleiten, die uns nichts bringen und die wir später bereuen werden.

    In Kürze stehen Wahlen an. Viele Leute in meinem Umfeld regen sich darüber auf, dass wir jetzt weitere Leute aus dem Orient aufnehmen werden. Gut wäre es jetzt vor der Wahl genau darauf zu achten, welche politischen Kräfte sich für die Aufnahme zu Lasten der schon „länger hier Lebenden“ einsetzen und stark machen. Leider wird das nicht passieren, das ist tragisch.

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