Verband der Verkehrsunternehmen: 1,5 Milliarden Flutschäden

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Die Schäden an der Bahn-Infrastruktur sind immens. Foto: Thomas Frey/dpa

BERLIN. Busse müssen Umwege fahren, Bahnlinien sind unterbrochen: Fahrgäste in den Hochwassergebieten und in der Umgebung müssen vielfach improvisieren. Denn die Schäden sind groß.

Unterspülte Gleise, überflutete Bahnhöfe, unpassierbare Straßen: Die Hochwasserkatastrophe hat bei Bus und Bahn erhebliche Schäden angerichtet. «Wir rechnen derzeit mit einem Schaden von mindestens 1,5 Milliarden Euro», teilte der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur mit. Bisher seien die Schätzungen noch lückenhaft, erst Ortsbegehungen durch Fachleute erlaubten detaillierte Schätzungen. Allein 1,3 Milliarden Euro der bisherigen Summe entfallen auf Anlagen der Deutschen Bahn. Betroffen sind vor allem Regionen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, zum Teil auch Baden-Württemberg und Sachsen.

«Vor der Branche liegt ein Kraftakt», sagte Verbandspräsident Ingo Wortmann über den Wiederaufbau. Er erwartet dafür einen Mittelbedarf rund 2,3 Milliarden Euro. Die Summe ist höher als der Schaden, weil möglichst hochwassersicher gebaut werden müsse und es sinnvoll sei, höhere technische Standards anzusetzen. Die Verkehrsbranche und die Bundesregierung hatten sich vergangenes Jahr darauf verständigt, bei Investitionen unter anderem auf mehr digitale Lösungen und mehr Lärmschutz zu achten.

Beschädigt ist nach bisheriger Kenntnis vor allem die Schieneninfrastruktur. Im Ahrtal in Rheinland-Pfalz etwa müsse sie abschnittsweise vollständig neu gebaut werden. Betroffen sind aber auch Züge und Busse. Die Fahrzeugschäden werden mit rund 51 Millionen Euro beziffert. (dpa)

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