Unwetter in der Region: Über 1000 Einsatzmeldungen bei Integrierter Leitstelle Trier

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Symbolbild; Die Kreisstrasse 74 zwischen Rittersdorf und Nattenheim ist von der Nims überflutet. Foto: Harald Tittel/dpa

TRIER. In Trier hat es zwischen Mittwochnachmittag und dem Abend rund 35 Einsätze wegen der Unwetterlage gegeben. Die Trierer Wehren waren aber auch zur Unterstützung in der Region unterwegs – und die Integrierte Leitstelle arbeitete bis in die Nacht hinein eine Vielzahl an Einsätzen aus der ganzen Region ab.

Zwischen 17 und 21 Uhr ging rund 1000 Anrufe bei der Integrierten Leitstelle in Trier ein. Die Leitstelle nimmt die Notrufe aus der ganzen Region Trier entgegen, also aus der Stadt Trier, dem Landkreis Trier-Saarburg, dem Eifelkreis Bitburg-Prüm, dem Vulkaneifelkreis und dem Kreis Bernkastel-Wittlich, einem Gebiet von 5000 Quadratkilometern mit rund 500.000 Einwohnern.

Normalerweise ist die Zentrale mit drei Disponenten besetzt. Nach Einsetzen der Unwetterlage am Mittwochnachmittag wurde die Leitstelle in kurzer Zeit durch Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr aber auch der Rettungsdienste auf volle Besetzung aufgestockt, an 15 Arbeitsplätzen gingen über Stunden hinweg ununterbrochen Anrufe ein. Die Einsätze werden ins Einsatzleitsystem eingegeben, das für eine Alarmierung der Feuerwehren und Rettungsdienste vor Ort sorgt. Aus Trier-Saarburg wurden rund 80 Unwetter-Einsätze gemeldet, aus Bernkastel-Wittlich rund 120, aus Bitburg-Prüm rund 250 und aus dem Vulkaneifelkreis 480.

Weil in Trier bis in den Abend hinein die Lage mit rund 35 Einsätzen beherrschbar war, unterstützen die Trierer Einsatzkräfte in der ganzen Region. Die Berufsfeuerwehr war mit Pumpen in Bitburg im Einsatz, der freiwillige Löschzug Pfalzel unterstützte in Wittlich, der Löschzug Olewig sogar in Hillesheim in der Vulkaneifel. Die Berufsfeuerwehr war mit Kräften außerdem in Trier-Saarburg zur Unterstützung im Einsatz.

In Trier stürzten eine Handvoll Bäume um, meistens, weil der Untergrund unterspült war. Ein umgestürzter Baum im Layweg in Ehrang blockierte die einzige Zufahrt zum Wohngebiet auf der Bausch und wurde von der Berufsfeuerwehr und dem Löschzug Ehrang entfernt. Ein Baum auf dem Markusberg stürzte in eine Stromleitung und musste ebenfalls entfernt werden. Ein gutes Dutzend Mal mussten Berufsfeuerwehr oder Freiwillige Löschzüge zum Auspumpen von Kellern ausrücken oder, um mit Sandsäcken Häuser oder Wohnungen zu schützen. In einer Tiefgarage in Trier-Tarforst stand auf einer Fläche von rund 200 Quadatmetern das Wasser rund 10 Zentimeter hoch.

Andreas Kirchartz, Leiter der Berufsfeuerwehr Trier, sagte am Abend: „In der Stadt Trier sind wir bei dieser Unwetterlage bisher relativ glimpflich davongekommen. Nun hoffen wir, dass am Donnerstag auch das Moselhochwasser in Trier beherrschbar bleibt.“ Nach den Prognosen des Hochwassermeldezentrums könnte der Pegel Trier am Donnerstagnachmittag bis auf fast 9 Meter ansteigen.

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