Genesen, aber nicht gesund – Online-Vortrag zum Post-Covid-Syndrom

0
Corona-Test
Foto: Britta Pedersen/ dpa

TRIER. Covid-19-Langzeiterkrankte haben auch Monate nach der Infektion noch Beschwerden. Sie leiden, auch bei einem milden Verlauf, häufig unter Müdigkeit, Kraftlosigkeit, Konzentrationsschwäche, Glieder-, Kopf- und Muskelschmerzen sowie psychomentalen Beeinträchtigungen. Diese Symptome werden unter dem Begriff „Long-Covid“ zusammengefasst. Halten diese Symptome länger als zwölf Wochen, spricht man von dem „Post-Covid-Syndrom“.

Die Selbsthilfe Kontakt- und Informationsstelle e. V. Trier (SEKIS) lädt für Mittwoch, 30.06.2021 um 18 Uhr zu einem Online-Vortrag mit anschließender Fragerunde über den Krankheitsverlauf und die zielgerichtete Behandlung von Langzeitsymptomen der Covid-19-Erkrankung ein, wie der Verein heute mitteilt. Referent ist Prof. h. c. Dr. med. Stephan Eddicks, Chefarzt der Innern Medizin/Kardiologie des MEDIAN Reha-Zentrums Bernkastel-Kues. Im Anschluss des Vortrags informiert die SEKIS über Möglichkeiten der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe. Ein erster Austausch von Betroffenen ist ebenfalls möglich.

„In den vergangenen Monaten sind bundesweite und regionale Corona-Selbsthilfegruppen in Deutschland entstanden, die sich regelmäßig digital treffen. Im Rahmen der Online-Veranstaltung soll es die Möglichkeit geben, dass sich Betroffene aus der Region Trier finden und vernetzen“ berichtet Andreas Schleimer, SEKIS-Vorstand und Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft der Selbsthilfekontaktstellen in Rheinland-Pfalz. Nach der aktuellen Corona-Bekämpfungsverordnung dürfen sich Selbsthilfegruppen in Rheinland-Pfalz unter Einhaltung der AHA+L-Regeln in Präsenz treffen. „In der Region Trier gibt es rund 450 Selbsthilfegruppen zu mehr als 130 Themen. In diesen tauschen sich Menschen aus, die ein gleiches Anliegen haben. Sie informieren sich und suchen gemeinsam nach Lösungen damit sich ihre Lebenssituation verbessert. Die SEKIS unterstützt bei der Gruppengründung und ist Ansprechpartner für alle Selbsthilfegruppen“, erklärt Schleimer.

Die Veranstaltung erfolgt über Zoom. Alle Interessierte können sich online, telefonisch oder per Mail bei der SEKIS (Tel. 0651-141180, kontakt@sekis-trier.de) anmelden. Das Anmeldeformular erreicht man unter www.sekis-trier.de. Die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland und das Land Rheinland-Pfalz fördern die Veranstaltung.

Vorheriger Artikel++ Inzidenz unter 20 – neue Corona-Zahlen für das Saarland ++
Nächster ArtikelEntflogene Seeadler-Dame aus Rheinland-Pfalz in Polen gefunden

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.