Bei Zwangsräumung: Brennendes Benzin auf Ordnungsamt, „Mollis“ auf Feuerwehrleute geworfen!

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Symbolbild; dpa

RLP. Ein 64 Jahre alter Mann, der Molotowcocktails auf Feuerwehrleute geworfen haben soll, muss sich vor dem Landgericht Frankenthal verantworten. Gut fünf Monate nach dem schweren Zwischenfall bei einer Wohnungsräumung in Rheinland-Pfalz beginnt heute der Prozess.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten unter anderem versuchten Mord sowie gefährliche Körperverletzung und besonders schwere Brandstiftung vor. Vor Prozessbeginn geht die Anklagebehörde davon aus, dass der Beschuldigte psychisch erkrankt ist und seine Schuldfähigkeit beeinträchtigt war, so dass eine Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik in Betracht kommt.

Der Anklage zufolge sollte die Wohnung des Mannes in Neustadt an der Weinstraße am 20. August 2020 zwangsgeräumt werden. Der 64-Jährige wehrte sich demnach dagegen, indem er brennendes Benzin auf zwei Männer des Ordnungsamtes warf und sie damit verletzte. Anschließend soll der Mann mit zwei mit Benzin gefüllten Flaschen das geparkte Auto der Männer knapp verfehlt haben.

Auf Feuerwehrleute soll er ebenfalls Molotowcocktails geworfen haben. Bevor er zu weiteren Wurfgeschossen greifen konnte, soll ihn ein Feuerwehrmann mit einem Wasserstrahl unschädlich gemacht haben. Dem Landgericht zufolge hat sich der Mann nicht zu den Vorwürfen geäußert. Bis Ende April sind vor der 1. Großen Strafkammer in Frankenthal weitere Termine vorgesehen (Az. 1 Ks 5120 Js 2835/20).

© dpa-infocom

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