Vorfreude in der Region: Störche auf dem Rückweg aus dem Süden

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Weißstörche lassen sich von der Thermik über einem Feld in die Höhe tragen. Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild

Vorfreude in Rheinland-Pfalz: Nach dem Überwintern im Süden machen sich die Störche allmählich auf den Rückweg. Als einer der ersten Klapperschnäbel sei Storch Sissi vor wenigen Tagen aus dem mehr als 4000 Kilometer entfernten Mauretanien in Westafrika losgeflogen, teilte die Organisation PfalzStorch mit. «Unsere Zugvögel aus Spanien und Afrika kommen im Februar und März an», sagte Leiterin Jessica Lehmann vom Storchenzentrum in Bornheim. Die Organisation hat viele der Störche mit einem Peilsender versehen.

Bereits in der Pfalz eingetroffen sei eine 17-jährige Storchendame, die seit Jahren auf einem Bornheimer Nest brütet. «Sie hat die vergangenen Monate in Frankreich verbracht», sagte Lehmann. Die bisher wenigen Rückkehrer würden ausreichend Futter auf Wiesen, Äckern und an offenen Wasserstellen finden. «Sollte es noch mal Bodenfrost oder einen Kälteeinbruch geben, sind sie schnell in der Lage, ein paar hundert Kilometer in wärmere Gegenden zurückzulegen. Störche sind bezüglich der Temperaturen sehr robust. Bis alle zurück sind, ist das Frühjahr da und das Leben auf den Wiesen erwacht.»

Lehmann zufolge haben die Nester den Winter meist gut überstanden. «Die zurückgekehrten Störche werden sie mit einer neuen Schicht Äste und Füllmaterial wieder für den Nachwuchs herrichten. Deshalb werden Storchennester im Laufe der Jahre immer höher und schwerer.» Leider aber würden Störche und andere Vögel Folien zum Beispiel aus dem Früh-Gemüseanbau für geeignetes Nistmaterial halten. «Dies führt dazu, dass die Nestunterlage nicht mehr wasserdurchlässig ist und die Jungtiere bei starkem Regen ertrinken können – oder sie dauerhaft auf einer nassen Unterlage sitzen, was zu Unterkühlung und Tod führt.»

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