Asyl-Unterkunft Trier und Hermeskeil – Land stellt Container für Quarantäne auf

1
Foto: dpa/Harald Tittel

Nach den jüngsten Corona-Infektionen in den Einrichtungen zur Erstaufnahme von Asylbewerbern trifft Rheinland-Pfalz zusätzliche Vorkehrungen für die Quarantäne. Dazu sollen auch Container aufgestellt werden, wie sie bei der Ankunft Zehntausender Flüchtlinge im Jahr 2015 im Einsatz waren.

Container sind in Hermeskeil und Trier geplant. «So können wir bei einem Quarantänebedarf kleinere Wohneinheiten bilden», erklärte Integrationsministerin Anne Spiegel (Grüne). «Wir müssen sicherstellen, dass neu ankommende Menschen zunächst für sich bleiben, bis ein negativer Corona-Test vorliegt.»

Wo viele Menschen auf begrenztem Raum zusammenlebten, sei die Infektionsgefahr generell höher, erklärte die Ministerin im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. «Wir haben inzwischen ein Ausbruchsgeschehen in allen Erstaufnahmeeinrichtungen gehabt.» Schwere Fälle von Covid-19-Erkrankungen habe es aber noch nicht gegeben.

Bei Quarantäne-Entscheidungen gebe es eine gute Zusammenarbeit mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), sagte die Integrationsministerin. Solche Entscheidungen führten zuweilen zu einer angespannten Situation. Aber «die Geflüchteten verhalten sich bis auf wenige Ausnahmen sehr kooperativ». Auch in der Pandemie sei es wichtig, dass die Erstaufnahme immer als lernendes System verstanden werde. So sei es in Hermeskeil zu Problemen gekommen, als auch der Kiosk geschlossen worden sei. «Wir haben schnell eine Lieferkette sichergestellt, damit der Bedarf an Lebensmitteln oder Windeln gedeckt ist.»

Sie hoffe, dass bestehende Quarantäne-Regelungen bald aufgehoben werden könnten, sagte Spiegel. Solange eine Quarantäne bestehe, seien auch keine Transfers in kommunale Unterkünfte möglich.

In der Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) in Hermeskeil soll nach Angaben des Ministeriums bis Ende des Monats eine Containeranlage für etwa 70 Menschen bezugsfertig sein. In der AfA Trier wird eine Containeranlage für rund 200 Personen errichtet, die Belegung kann voraussichtlich ab Anfang Januar beginnen. In der AfA Kusel solle eine zusätzliche Leichtbauhalle für etwa 50 Menschen mehr Spielraum bei der Unterbringung der Schutzsuchenden schaffen. (dpa)

Vorheriger ArtikelVerdi ruft zu Streiks bei Amazon bis Weihnachten auf
Nächster Artikel“Ausfallerscheinungen” – Kaputter Blinker führt zu Wohnungsdurchsuchung

1 KOMMENTAR

  1. Wenn jetzt noch die deutschen Arbeitnehmer aus der Stadt Trier über den Bodenmarkt aufs Land zum Wohnen gedrängt werden – dann ist auch nochmal für Merkels isl. Massenmigration genügend Wohnraum in Trier.

    Blöd halt für die deutschen Arbeitnehmer, dass die für die Einkommensflüchtlinge nach Luxemburg (Lux-Pendler) und die Wirtschaftsmigration in unser Sozialsystem (!) die Kosten mit ihrem viel zu hohen Steueraufwendungen zahlen müssen.

    Ich sag ja – hochexplosiver sozialer Sprengstoff in Stadt Trier.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.