TRIER. Vor dem Landgericht Trier beginnt in der kommenden Woche ein neues Strafverfahren wegen versuchten Mordes. Einem heute 21 Jahre alten Angeklagten wird vorgeworfen, im September 2025 in einer Gemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich einen Mann heimtückisch angegriffen und mit einem Messer verletzt zu haben.
Neuer Prozess vor dem Landgericht Trier
In der 21. Kalenderwoche 2026 beginnt vor der 1. Großen Jugendkammer des Landgerichts Trier ein neues Strafverfahren mit schweren Vorwürfen. Verhandelt wird ab Mittwoch, 20. Mai 2026, 9.30 Uhr.
Die Staatsanwaltschaft Trier wirft dem heute 21-jährigen Angeklagten im Wesentlichen vor, im September 2025 in einer Gemeinde des Landkreises Bernkastel-Wittlich versucht zu haben, einen Menschen heimtückisch zu töten.
Der Angeklagte ist nicht vorbestraft und befindet sich derzeit in Untersuchungshaft.
Pfefferspray und Einhandmesser: Das wirft die Anklage vor
Nach der Anklage soll sich der Angeklagte am Abend des 17. September 2025 mit dem späteren Geschädigten verabredet und zu dessen Wohnanschrift begeben haben.
Dabei soll er bereits den Entschluss gefasst haben, den Geschädigten zu töten. Er soll deshalb mit Pfefferspray sowie einem Einhandmesser bewaffnet gewesen sein.
Als der Geschädigte die Tür geöffnet habe, soll der Angeklagte ihm Pfefferspray ins Gesicht gesprüht haben. Nachdem sich der Geschädigte dadurch weggedreht habe, soll der Angeklagte mit dem mitgeführten Messer zweimal in den unteren Rückenbereich gestochen haben. Die Klinge soll etwa neun Zentimeter lang gewesen sein.
Geschädigter überlebte nach stationärer Behandlung
Der Geschädigte soll sich gewehrt und um Hilfe gerufen haben. Gemeinsam mit einem hinzugekommenen Zeugen habe er sich schließlich befreien können.
Nach stationärer Behandlung überlebte der Geschädigte den Angriff.
Festnahme in Trier – weitere Vorwürfe gegen Angeklagten
Nach der Tat soll der Angeklagte zunächst geflüchtet sein. In den frühen Morgenstunden des 22. November 2025 wurde er nach Angaben aus der Terminvorschau in Trier festgenommen.
Im Rahmen der Festnahme sowie des anschließenden Gewahrsams soll der Angeklagte Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte geleistet und tätliche Angriffe auf Vollstreckungsbeamte begangen haben.
Ihm wird insbesondere vorgeworfen, gezielt in Richtung der eingesetzten Polizeibeamten gespuckt zu haben. Eine vergleichbare Tathandlung soll der Angeklagte bereits im Juli 2025 begangen haben.
Mehrere Verhandlungstage angesetzt
Für das Verfahren sind mehrere Termine vorgesehen. Neben dem Prozessauftakt am 20. Mai 2026 sind weitere Verhandlungstage am 10. Juni, 17. Juni, 22. Juni und 24. Juni 2026 geplant.
Die angeklagten Taten sollen teils im Heranwachsenden-, teils im Erwachsenenalter begangen worden sein. Bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung gilt für den Angeklagten die Unschuldsvermutung.















