++ Lokalo-Nachgefragt: „Böller-Diskussion“ – Stadt Trier schließt Feuerwerks-Verbot nicht aus ++

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Symbolbild; Foto: dpa

TRIER. Feuerwerk, Alkohol, Partystimmung – das kommende Neujahrsfest im „Pandemie-Jahr 2020“ sorgt bereits jetzt für reichlich Diskussion in Gesellschaft und Politik. So fordern einige Innen-Politiker und die Polizei-Gewerkschaft bereits jetzt ein „Böller-Verbot“ an Silvester. Auch der rheinland-pfälzische Innenminister äußerte sich zum Thema und sprach sich dabei gegen ein allgemeines Feuerwerks-Verbot aus. Entscheiden müssen dies jedoch letztendlich die Kommunen.

Wir haben bei der Stadt Trier nachgefragt: Gibt es Pläne für ein Böller-Verbot in Trier? Wie ist der aktuelle Planungsstand bezüglich Silvester?

Michael Schmitz, Pressesprecher der Stadt Trier erklärt hierzu: „In Sachen Feuerwerks-Verbot gibt es noch keine Festlegung der Stadt Trier. Wir beobachten sehr genau die weitere Entwicklung der Pandemie und die Fallzahlen sowie mögliche bundes- oder landesweite Regelungen zu diesem Thema und werden dann rechtzeitig eine Entscheidung treffen.“

Weiter führt Schmitz aus, dass es bei der Entscheidung nicht nur darum gehe, abzuwägen, ob man mit einem Verbot eine Entlastung von Klinken schaffen kann, sondern auch, ob die mit Feuerwerk einhergehenden Treffen von größeren Menschenmengen im Hinblick auf die Virus-Ausbreitung verhindert werden können.

Gibt es an Silvester mehr Patienten durch „Böller-Verletzungen“ in den Trierer Krankenhäusern?

In der allgemeinen „Verbots-Diskussion“ wird unter anderem argumentiert, dass Krankenhäuser in der Silvesternacht/ Neujahr vermehrt Patientinnen und Patienten zu behandeln haben, welche sich beispielsweise durch Missbrauch von Feuerwerkskörpern verletzt haben, die es zu Vermeiden gilt. Diesen vermeintlichen Trend kann das Trierer Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen, auf lokalo.de Anfrage, in den letzten Jahren nicht bestätigen.

„Böllerverletzungen machen uns keine Probleme in der Silvesternacht. Es kommt nur vereinzelt zu kleineren Verletzungen an den Händen. Etwas vermehrt kommen, allerdings häufig erst am Neujahrstag, Patienten mit Knalltrauma in die HNO Ambulanz, aber auch dies sind keine hohen Zahlen“, berichtet Bettina Leuchtenberg, Presseberaterin des Klinikums auf Lokalo.de-Anfrage.

Leuchtenberg fügt hinzu, dass der Großteil der Trierer an Silvester vernünftig sei und beim Silvesterfeuerwerk verantwortungsvoll mit den Böllern umgehe.

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