„Toilette für alle“ – Verband will mehr Toiletten für Schwerbehinderte

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Symbolbild; Foto:dpa

KETTIG. Der Landesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte Rheinland-Pfalz fordert mehr öffentliche Toiletten für Schwerstbehinderte. Für schwer- und mehrfachbehinderte Personen reichten die üblichen Behinderten-Toiletten oft nicht aus, sagte der Vorsitzende des Landesverbands, Torsten Gebhardt, der Deutschen Presse-Agentur.

«Sie brauchen eine besondere Ausstattung, etwa einen Lift und eine Liege zum Wickeln.» Bedarf für diese sogenannten «Toiletten für alle» sieht der Verband allein in Rheinland-Pfalz bei gut 150 000 Menschen. Am (morgigen) Donnerstag ist Welttoilettentag.

In Rheinland-Pfalz gibt es bislang nach Angaben der Stiftung Leben pur, die sich bundesweit für die besonderen Toiletten einsetzt, keine «Toilette für alle». Matthias Rösch, Landesbeauftragter für die Belange behinderter Menschen, empfiehlt zwar die «Toilette für alle» «als sinnvolle Ergänzung zu den Vorgaben barrierefreier WC-Anlagen nach den DIN-Normen». Ein eigenes Förderprogramm sei in Rheinland-Pfalz jedoch nicht vorgesehen. Zum Stichtag 31. Dezember 2019 hatten nach Angaben des Statistischen Landesamtes 303 189 Rheinland-Pfälzer einen Schwerbehindertenausweis. Das entsprach einem Anteil von 7,4 Prozent an der Gesamtbevölkerung.

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