Trier / Wittlich / Bitburg / Luxemburg / Saarbrücken. Wer in der Nacht auf Donnerstag den Blick nach oben richtet, könnte belohnt werden: Die Lyriden erreichen rund um den 22. April ihr Maximum. Für die Region Mosel, Eifel, Luxemburg und Saarland stehen die Chancen in diesem Jahr ordentlich.
Nach aktuellen Wetterprognosen dürfte der Himmel in weiten Teilen der Großregion in der Nacht klar bis nur leicht bewölkt bleiben. In Luxemburg meldet MeteoLux für die Nacht sogar klaren Himmel, tagsüber sonniges bis teils wolkiges Wetter und keinen Niederschlag. Für Rheinland-Pfalz und das Saarland beschreibt der Deutsche Wetterdienst nach einem freundlichen Mittwoch auch die Nacht zum Donnerstag als weitgehend klar mit teils kühlen Temperaturen.
Das ist heute Nacht am Himmel zu sehen
Die Lyriden gehören zu den bekanntesten Sternschnuppenströmen des Frühjahrs. Ihr Maximum wird 2026 in der Nacht vom 22. auf den 23. April erwartet. Unter dunklem Himmel sind typischerweise etwa 15 bis 20 Meteore pro Stundemöglich. Die Lyriden entstehen, weil die Erde die Staubspur des Kometen C/1861 G1 (Thatcher) kreuzt. Der Radiant, also der scheinbare Ausstrahlungspunkt, liegt im Bereich des Sternbilds Leier nahe Vega.
Wichtig für Beobachter: Wirklich gut wird es erst nach Mitternacht. Dann steht der Radiant höher, und die Chancen auf sichtbare Sternschnuppen steigen. Besonders günstig ist das Zeitfenster in den Stunden vor der Morgendämmerung. Dazu kommt in diesem Jahr ein Vorteil: Der Mond stört kaum, weil das Mondlicht den Himmel in den besten Beobachtungsstunden nicht nennenswert aufhellt.
Gute Aussichten für die Region
Für die Großregion sieht es aus astronomischer Sicht gar nicht schlecht aus. Der DWD erwartet für Rheinland-Pfalz und das Saarland ab Mittwoch freundliches Wetter; in der Nacht zum Donnerstag soll es überwiegend klar bleiben, bei Tiefstwerten zwischen 6 und 1 Grad, in Tallagen teils mit leichtem Frost. Für Trier zeigt die DWD-Vorhersage heiteres bis klares Wetter mit nur geringer Niederschlagswahrscheinlichkeit. In Luxemburg meldet MeteoLux für die Nacht klaren Himmel und trockene Bedingungen. Das heißt: Wer rausfährt, braucht eher warme Kleidung als einen Regenschirm.
Gerade in der Eifel, auf Höhen bei Bitburg, rund um Wittlich, im Saargau oder in ländlichen Lagen in Luxemburg sind die Chancen meist besser als in den Städten. Der Grund ist simpel: Weniger Lichtverschmutzung bringt deutlich mehr Himmel.
Wo man in der Region am besten schaut
Wer die Lyriden sehen will, sollte möglichst weit weg von Straßenlaternen, Ortschaften und hellen Gewerbegebieten. Gute Chancen bieten freie Höhenlagen, Feldwege, Aussichtspunkte oder ruhige Randlagen mit weitem Blick nach Osten bis Südosten. Fernglas oder Teleskop braucht es nicht – im Gegenteil: Sternschnuppen sieht man am besten mit bloßem Auge und möglichst großem Himmelsausschnitt. Fachportale empfehlen, den Augen 20 bis 30 Minuten Zeit zur Dunkeladaption zu geben und das Handylicht möglichst zu meiden.
Was die Lyriden besonders macht
Die Lyriden sind kein Spektakel wie die Perseiden im August, aber sie haben ihren eigenen Reiz. Sie gelten als verlässlich, mitunter schnell und hell, und in manchen Jahren tauchen auch besonders auffällige Feuerkugeln auf. Historisch zählt der Meteorstrom sogar zu den ältesten bekannten überhaupt; Aufzeichnungen reichen viele Jahrhunderte zurück.
Fazit: Heute Nacht lohnt sich der Blick nach oben
Für Mosel, Eifel, Luxemburg und Saarland könnte die Nacht zum Donnerstag eine gute Sternschnuppennacht werden. Klarer bis nur leicht bewölkter Himmel, kaum störendes Mondlicht und das Lyriden-Maximum – die Mischung passt. Wer warm angezogen ist und sich einen dunklen Platz sucht, hat gute Chancen auf ein kleines Himmelsschauspiel.














