Kleine Feier des Lesens: Eifel-Literatur-Festival plant trotz Corona für 2021

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Foto: dpa-Archiv

PRÜM. Das Eifel-Literatur-Festival will 2021 mit einer kleineren Ausgabe an den Start gehen. Insgesamt zehn Lesungen von bekannten Schriftstellern seien vom 2. März bis zum 25. Juni geplant, sagte Festivalchef Josef Zierden am Freitag in Prüm. Auf dem Programm stehen unter anderem die Literatur-Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk (28. Mai) sowie die Bestsellerautoren Daniel Kehlmann, Sebastian Fitzek, Ingo Schulze und Pater Anselm Grün. Bei der jüngsten Auflage des Festivals 2018 waren es noch 24 Lesungen gewesen, die gut 14 000 Besucher angezogen hatten.

Zierden sagte, er plane wegen der Unwägbarkeiten in der Corona-Pandemie mit einem stark reduzierten Ticketkontingent. Er gehe davon aus, dass er lediglich rund ein Viertel der sonst üblichen Zahl an Karten verkaufen werde. «Mein Mantra ist: Lieber eine kleine Feier des Lesens als überhaupt keine», sagte er. Die Lesungen in Wittlich, Bitburg, Gerolstein und Prüm seien allesamt für Corona-Bedingungen geplant. Das Budget belaufe sich auf rund 120 000 Euro.

Das Festival 2021 war bereits vor Corona als Kompaktausgabe geplant gewesen. Es soll das «letzte Vollprogramm» von Zierden sein, der die Reihe dann in die Hände einer Nachfolgerin legen möchte. Der pensionierte Lehrer hatte das Festival 1994 gegründet. Es hat bislang rund 250 literarische Größen in die Eifel gelockt, darunter die Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass (1927-2015) und Herta Müller. Der Vorverkauf startete am Freitag.

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