Todesfahrt in Menschenmenge – neue Details zum schrecklichen Unfall in Pirmasens!

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Foto: Patrick Seeger/dpaArchiv

Der schreckliche Unfall am frühen Sonntagmorgen im rheinland-pfälzischen Pirmasens, bei welchem ein Betrunkener in eine Personengruppe gefahren ist und einen Menschen getötet sowie sechs weitere Menschen verletzt hat, sorgte bundesweit für Unverständnis.

Nun gibt die Staatsanwaltschaft Zweibrücken neue Details zum mutmaßlichen Unfallhergang bekannt:

„Ein 51-jähriger Mann, der zuvor in einer Gaststätte in Pirmasens alkoholische Getränke konsumiert hatte, verließ kurz nach Mitternacht das Lokal. Er begab sich zu seinem Fahrzeug und befuhr zunächst eine Einbahnstraße entgegen der Fahrtrichtung. Dabei kollidierte er mit einem am Fahrbahnrand geparkten Fahrzeug, wendete seinen PKW und fuhr davon. Er konnte von einem Taxifahrer angehalten werden, der ihn auf den Unfall aufmerksam machte und ihn aufforderte, zur Unfallstelle zurückzukehren. Der Beschuldigte wendete erneut sein Fahrzeug, fuhr gegen die Einbahnstraße Richtung der Gaststätte zurück und kam in einer leichten Linkskurve in Höhe der Gaststätte von der Fahrbahn ab. Dabei erfasste er mit seinem Fahrzeug mehrere Gäste, die sich noch auf dem Gehweg und in einer Parkbucht vor dem Lokal aufhielten und auf ein Taxi warteten. Ein 39-jähriger Mann wurde tödlich verletzt, eine Person verlor bei dem Unfall einen Unterschenkel und fünf weitere Personen erlitten teils schwere Verletzungen.

Noch in der Nacht wurde ein Sachverständiger hinzugezogen und ein Unfallrekonstruktionsgutachten in Auftrag gegeben.
Der strafrechtlich bisher noch nicht in Erscheinung getretene 51-jährige befindet sich in einer psychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses und konnte noch nicht vernommen werden. Er ist nach Auskunft der behandelnden Ärztin nicht vernehmungsfähig.

Beim zuständigen Amtsgericht wurde Antrag auf vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis des Beschuldigten gestellt. Rechtlich ist das Verhalten des Beschuldigten nach derzeitigem Ermittlungsstand als Fahrlässige Tötung in Tateinheit mit vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs zu werten.

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