Stadtverwaltung erlässt Allgemeinverfügung zu weiteren kontaktreduzierenden Maßnahmen

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Foto: Presseamt Stadt Trier

TRIER. Die Stadtverwaltung Trier hat eine Allgemeinverfügung zu weiteren kontaktreduzierenden Maßnahmen aufgrund des Aufkommens von SARS-CoV-2-Infektionen in Rheinland-Pfalz erlassen, und setzt damit die aktuellen Beschlüsse der Bundes- und Landesregierung um. Die bisherige Allgemeinverfügung über ein Veranstaltungsverbot über 75 Personen ist damit überholt.

Hier die Allgemeinverfügung der Stadtverwaltung mit den Maßnahmen, die ab heute Nacht 00:00 Uhr bis zum 19. April befristet gelten, im Wortlaut:

„Allgemeinverfügung

1. Für den Publikumsverkehr zu schließen sind:

a. alle Bars, Clubs, Discotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen,
b. Theater, Opern, Konzerthäuser, Museen und ähnliche Einrichtungen,
c. Messen, Ausstellungen, Kinos, Freizeit- und Tierparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spezialmärkte, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen,
d. Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen,
e. der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbäder, Fitnessstudios, Saunen und ähnliche Einrichtungen,
f. Verkaufsstellen des Einzelhandels, insbesondere Outlet-Center,
g. Spielplätze.

2. Diese Regelung gilt nicht für Einzelhandelsbetriebe für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte und der Großhandel. Eine Öffnung dieser genannten Einrichtungen erfolgt unter Auflagen zur Hygiene (z.B. Bereitstellung von Desinfektionsmittel) und zur Steuerung des Zutritts, um Warteschlangen zu vermeiden (z.B. Einlasskontrollen). Dienstleister und Handwerker können weiterhin ihre Tätigkeit ausüben, sofern sie die erforderlichen Schutzmaßnahmen gewährleisten können. Alle Einrichtungen des Gesundheitswesens bleiben unter Beachtung der hygienischen Anforderungen geöffnet.

3. Der Zugang zu Mensen, Restaurants, Speisegaststätten und Hotels ist zu beschränken und nur unter der Auflage zulässig, dass Hygienevorschriften eingehalten und Hinweise ausgehängt werden, die Besucherzahl reglementiert wird und Abstände zwischen den Tischen 2 Meter betragen. Die Öffnungszeiten von Restaurants und Speisegaststätten werden auf 6:00 Uhr bis 18:00 Uhr begrenzt.

4. Übernachtungsangebote im Hotelgewerbe sind nur zu notwendigen und ausdrücklich nicht zu touristischen Zwecken zulässig.

Verboten sind Zusammenkünfte in Vereinen, sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich sowie Reisebusreisen. Ebenfalls verboten sind Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften.

Hintergrund dieser Regelungen sind die steigenden Infektionszahlen in Deutschland, die weitere kontaktreduzierende Maßnahmen erforderlich machen, um die Ausbreitungsdynamik zu unterbrechen. In Trier gibt es bislang zehn Fälle bestätigter Coronavirus-Infektionen und zwölf im Kreis Trier-Saarburg (Stand: Montag, 17. März, 16 Uhr).

Die Stadt Trier interpretiert diese Regelungen wie folgt (Stand 17. März, 18.30 Uhr): In Restaurants dürfen sich nicht mehr als 30 Gäste zur gleichen Zeit aufhalten, Ausnahmen sind Kantinen und Mensen. Zwischen den Tischen, die maximal vier Personen fassen dürfen, ist ein Abstand von zwei Metern zwingend einzuhalten. Warteschlangen im Außenverkauf sind zwingend zu vermeiden.

Jede Veranstaltung, gleich mit welcher Zahl Teilnehmer, ist verboten. Dazu gehören auch unorganisierte Ansammlungen einer größeren Zahl von Menschen. Stand heute sind Trauungen und Beerdigungen im engsten Familienkreis zugelassen. Was Beerdigungen und Trauerfeiern betrifft, werden somit die Vorschriften im Vergleich zur Pressemiteilung von heute 12.30 Uhr noch einmal verschärft.

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1 KOMMENTAR

  1. Die Armen Friseure!
    So nah am Kunde dran…
    Der Mindestabstand kann man da leider nicht einhalten.
    Soziala Kontakte vermeiden,aber sich die Haare machen lassen!Wow!

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