++ Stadt Trier untersagt Großveranstaltungen in geschlossenen Räumen bis Ende April ++

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Symbolbild // dpa

Großveranstaltungen in geschlossenen Räumen mit über 1000 Teilnehmern in der Stadt Trier werden aufgrund der drohenden Covid-19-Epidemie bis Ende April untersagt. Die Stadt Trier wird dazu eine Allgemeinverfügung erlassen, nachdem das auch für Trier zuständige Gesundheitsamt des Landkreises Trier-Saarburg, die Landesregierung und der Bundesgesundheitsminister diese Empfehlung gegeben haben.

Auch der für den 29. März geplante verkaufsoffene Sonntag in Trier wird der Empfehlung des Gesundheitsamtes entsprechend abgesagt, da ein solches Ereignis erfahrungsgemäß auch überregional Besucher anzieht.

Dr. Harald Michels, Leiter des Gesundheitsamtes, begründet die Empfehlung mit der bundesweit geänderten Risikobewertung für eine drohende Covid-19-Epidemie. Michels: „In eine aktuelle Risikobewertung ging ein, dass bei dem vorherrschenden Übertragungsweg des Erregers z.B. Husten, Niesen oder aber auch durch die Tatsache, dass es viele mildverlaufende Erkrankungsfälle und auch asymptomatische infizierte Personen gibt, insbesondere bei Großveranstaltungen überregionaler Ausprägung, es zur Übertragung von Mensch zu Mensch kommen kann. Hierbei spielen auch Übertragungen durch Schmierinfektionen eine Rolle. Weltweit wurden größere Ausbrüche im Zusammenhang mit größeren Veranstaltungen beschrieben. Auf solchen Großveranstaltungen kann es unter ungünstigen Bedingungen zur Übertragung auf viele Personen kommen. Um die Dynamik der Epidemie und um die Ressourcen des Gesundheitswesens durch die im Moment noch grassierende Grippeepidemie nicht zu überlasten, sind alle Maßnahmen, die die rasche Weiterverbreitung des Erregers verhindern, zu treffen, um die Gefahr für die Bevölkerung in Grenzen zu halten.“

Ordnungsdezernent Thomas Schmitt sagt dazu: „Es gibt nach wie vor zwar keinen bestätigten Fall einer Corona-Infektion in Trier. Im Sinne der Prävention und um ein einheitliches Vorgehen zu gewährleisten, handeln wir hier aber nach den bundesweit gegebenen Empfehlungen. Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis.“ Dr. Michels bittet die Bürgerinnen und Bürger generell, keine Veranstaltungen zu besuchen, wenn sie Husten, Schnupfen oder Grippesymptome haben und eventuell dem Arbeitsplatz fernzubleiben. Das gleiche gilt für Kinder in Schulen und kinderbetreuenden
Einrichtungen.

Die Absage in Trier betrifft eine Reihe von Konzerten in der Arena Trier und der Europahalle. Veranstaltungen im Freien sind derzeit – bis auf den verkaufsoffenen Sonntag – von der Absage nicht betroffen. Für Ereignisse in geschlossenen Räumen unterhalb von 1000 Personen verweist die Stadt Veranstalter auf die dazu herausgegebenen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts.

Das Gesundheitsamt Trier hat eine telefonische Hotline eingerichtet, die täglich, auch am Wochenende, von 8 bis 20 Uhr zu erreichen ist: 0651/715-555.

Außerdem steht der Ärztliche Bereitschaftsdienst in der Stadt Trier zur Verfügung unter der Rufnummer 116 117.

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13 KOMMENTARE

  1. aber 999 ist ok ? Und jetzt stellt die Zahl mal auf den Kopf und wir haben den Verantwortlichen der Kronenkrise 🙂

  2. Das dümmste was ich je gehört/gesehen habe, ist die Absage des verkaufsoffenen Sonntags!!!! Warum sagt ihr denn nicht alle Verkaufstage ab? Hauptsache öffentlichkeitswirksamer Aktionismus!? Im Interesse der Mitglieder kann diese Entscheidung ohne Not, nicht sein!

  3. Neue Chefin der städtischen Ämter (Grün usw.), die in den unfertigen Betriebshof Am Grüneberg gehen sollen, verlangt am Freitag eine Zusammenkunft in der Europahalle. Ca 250 Personen sollen sich gegenseitig anstecken . Das ist die soziale Stadtverwaltung Trier.

  4. Ich kann die Absage des verkaufsoffenen Sonntags nicht ganz nachvollziehen. Ist das Virus von montags bis samstags nicht aktiv? Kommen von montags bis samstags keine Besucher oder Touristen aus anderen Regionen oder Länder?
    Dann müsste man meiner Meinung nach auch an allen anderen Tagen die Läden schließen . Oder kommt es soweit das Sicherheitspersonal nur noch eine bestimmte Anzahl an Menschen in die Geschäfte oder sogar Städte lässt?
    Was ist mit dem Verkaufs- oder Servicepersonal? Mal ganz zu schweigen von den zigtausend Menschen im medizinischen Bereich die ja mehr oder weniger je nach Region dem Virus ausgesetzt sind ? In den Medien ist ständig nur die Rede von großen Firmen die ihr Personal vorsichtshalber ins Home-Office schicken. An die kleinen denkt scheinbar niemand.
    Und wenn man den Virologen glauben kann oder soll, dann trifft es mehr als Dreiviertel der Deutschen. Keine Frage das das Virus tödlich verlaufen kann. Aber das kann auch eine Lungenentzündung, eine Grippe, Krebs , HIV und verdammt viele andere Krankheiten.
    Vielleicht sollte man die Bunker wieder öffnen damit wenigstens die Reichen und Mächtigen überleben.

  5. Der vereinszweck der Cityinitiative ist nicht mehr Förderung ihrer Mitglieder, sondern ruinieren ihrer Mitglieder!

  6. Schön, wie man den Egoismus der Deutschen hier lesen kann. Immer schön ich, ich und nochmal ich!
    CoV-2 ist erstens um ein Vielfaches (R0<4) ansteckender als die Influenza (R0 ca. 1.8). Zweitens mag es stimmen, dass in ca. 85% der Fälle keine bis nur geringe Symptome zu spüren sind, aber es geht darum, bei einer so schnellen Ausbreitung, die auch unbemerkt sein kann (und mit an 1 grenzender Wahrscheinlichkeit auch schon längst passiert ist), das Gesundheitssystem vor Überlastung zu schützen! Oder wollen Sie alle Verhältnisse wie in Italien, wo kranke Menschen, die eine Behandlung benötigen, abgewiesen werden und sterben müssen, weil alle Betten belegt sind? Abgesehen davon ist die (rein statistische Zahl) von 15 % schweren Verläufen bei einer Bevölkerung wie in Deutschland auch nicht ganz ohne.
    Ich empfehle allen Skeptikern, Ignoranten, sich mal diesen Podcast mit der Koryphäe Prof. Dr. Drosten anzuhören:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html

    Noch etwas zum Schluss: Wenn wir jetzt nicht alle etwas dagegen tun – dazu gehören auch so für viele menschen offenbar immernoch banale Sachen wie Händewaschen, Ellenbogen vor Mund und nase beim Niesen und nicht in die Gemüseauslage Husten oder bei Husten und Schnupfen einfach mal Zuhause zu bleiben – dann werden wir auch ein riesen Problem bekommen. Neben einer Vielzahl vermeidbarer Todesfälle wird das dann auch soweit gehen, dass Deutschen die Einreise in ein anderes Land verwehrt wird. Na, was ist nun wichtiger? Shopping am Sonntag oder mit vielen leuten in einem miefigem Saal hocken, oder der Sommerurlaub?

  7. Denkt hier eigentlich noch irgendwer mit? Natürlich ist ein Unterschied zw. normalen Einkaufstagen und verkaufsoffenen Sonntagen, an denen ein Vielfaches an Personen gezielt in die Stadt geht und sich die Massen durch die Straßen und Geschäfte schieben.

    • He, welche Massen? Jeder Samstag hat mehr, oder mindestens die gleiche Frequenz wie ein verkaufsoffener Sonntag! Außer der Cityinitiative glaubt doch kein Mensch, dass wegen ein paar Büdchen auf dem Hauptmarkt, irgendein Tourist/Besucher nach Trier zum Einkaufen kommt! Diese Veranstaltung gilt doch nur als Aufhänger um das Ladenschluss Gesetz zu umgehen!!! Also liebe Cityinitiative macht euch nicht wichtiger als Ihr seit! In der derzeitigen Situation finde ich es aber richtig solche Veranstaltungen abzusagen!

  8. wenn unsere Politiker schon nicht auf einen Nenner kommen wie sollte das Fußvolk denn entscheiden können ?

    • Niemals zwischen Politiker und z.B.Fußvolk in Frage stellen ☝️☝️☝️☝️
      Frau Jottpee
      Bleiben sie sachlich aber zurückhaltend, dann können sie auch mit kommentieren.

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