Dreyer nicht überrascht von Böhmermanns Kandidatur

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Der Satiriker Jan Böhmermann bewirbt sich nach eigenen Worten mit der Kampagne #neustart19 um den SPD-Parteivorsitz. Foto: Julia Hüttner/ZDF

MAINZ. Die kommissarische SPD-Vorsitzende Malu Dreyer zeigt sich wenig überrascht von der angepeilten Kandidatur des TV-Kabarettisten Jan Böhmermann um den Posten des SPD-Chefs.

«Ich finde, es ist jetzt nicht die große Überraschung», sagte die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz am Freitagabend bei einer Veranstaltung in Mainz dem Radiosender RPR1. Sie sei eher verwundert gewesen, dass sich Böhmermann nicht bereits früher gemeldet habe. «Ich bin ja Kabarett-Fan und insofern sehe ich das mit Humor.»

Böhmermann hatte am Donnerstagabend in seiner Show «Neo Magazin Royale» angekündigt, SPD-Chef werden zu wollen, und eine Kampagne unter dem Hashtag «#neustart19» ausgerufen. Nach eigenem Bekunden ist er bislang noch kein SPD-Mitglied, was aus der Partei auch bestätigt wird.

Bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist am Sonntagabend müsste Böhmermann also zunächst SPD-Mitglied werden. Anschließend benötigte er darüber hinaus die Unterstützung von fünf SPD-Unterbezirken, einem Bezirk oder einem Landesverband, um tatsächlich als potenzieller Nachfolger von Andrea Nahles antreten zu können.

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4 KOMMENTARE

  1. Moin, wenn man sich das Kasperltheater anschaut und mal mitverfolgt welchen geistigen Dünnschiss unsere Politiker so von sich geben, wäre ein Satiriker nicht die schlechteste Wahl für einen Parteienvorsitz.
    Wenn man als interesierter Bürger dann noch hört welche Gesetze beschlossen werden und welche abstrusen Ideen in der Politik zum Thema gemacht werden, muss man eh zu dem Schluss kommen das unsere Regierung und die Opposition ausnahmslos aus Klasse Z-Comedians besteht.

  2. Also, ich muss gedtehen, ich habe gegen Helmut Kohl zweimal SPD gewählt.
    Bevor ich aber Dreyer, Stegner oder ähnlichen Flachpfeifen meine Stimme gäbe, würde ich sogar die Drecks.. Böhmermann oder einen Schäferhund wählen!

  3. Wenn man es als Ministerpräsidentin schon nötig hat eine Satirikerkandidatur zu kommentieren wirds in der Tat Zeit für den Tausch der Rollen. Ich fordere jeden Tag 15 Minuten Dreyer live damit wir was zum Lachen haben, am besten mit dem Jensen als Clown verkleidet.

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