2016 weniger Feldhasen in Rheinland-Pfalz

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REGION TRIER. Mit einem Rückgang von rund 20 Prozent war 2016 kein gutes Jahr für den Feldhasen. Im Herbst vergangenen Jahres lebten in Rheinland-Pfalz durchschnittlich 16 Hasen pro Quadratkilometer. Im Herbst 2015 waren es noch 20.

Als Hauptursache für den Rückgang gilt in erster Linie das Wetter. Das Frühjahr war niederschlagsreich, und besonders im Monat Juni gab es neben hohen Niederschlagsmengen auch Unwetter. Durch ungünstige Witterungsverhältnisse – vor allem im Frühjahr – kommt es zur Unterkühlung der Junghasen und somit zu erhöhter Sterblichkeit. Eine Kombination von Kälte und Nässe ist besonders ungünstig: Junghasen werden auf dem offenem Feld in einer Erdmulde – Sasse genannt – geboren und verbringen dort die ersten Wochen die meiste Zeit zum Schutz vor Fressfeinden allein.

Beständiger Regen durchnässt das Fell, wodurch es nicht mehr richtig isoliert. Bei niedrigen Temperaturen erfrieren die Jungtiere schließlich.

Abgesehen von klimatisch bedingten Schwankungen ist die Zahl der Feldhasen im Land in den vergangenen Jahren laut Landesjagdverband aber stabil geblieben. Das zeige die zweimal jährlich erfolgende Zählung der Jäger für das sogenannte Wildtier-Informationssystem der Bundesländer. Die meisten Langohren leben demnach in Rheinhessen und der Vorderpfalz.

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