LUXEMBURG-STADT. Weil die Einfahrt seiner Firma durch einen Pkw blockiert war, aber keiner den Wagen abschleppen wollte, hat ein Mann gestern Nachmittag in Luxemburg-Stadt kurzerhand zur Selbstjustiz gegriffen.
Wie die Police Grand Ducale mitteilte, handele es sich bei dem Vorfall um einen „eher ungewöhnlichen Fall“: Da die Polizei das Fahrzeug auf einem Privatgelände nicht abschleppen lassen durfte, packte der Unternehmer den Plan B aus: Um ins Fahrzeuginnere des störenden Pkw und an die Handbremse zu kommen, schlug der Unternehmer einfach zwei Fensterscheiben des Fahrzeugs ein und setze den Wagen 1-2 Meter nach hinten.
Der eintreffenden Police Grand Ducale gegenüber rechtfertigte sich der Firmenchef damit, dass er zwar wisse, dass er vielleicht etwas zu weit gegangen sei – aber ihm sei ja schließlich nichts anderes übrig geblieben. Er hätte Lieferungen für seine Firma erwartet und deshalb hätte der Pkw extrem gestört.
Mittlerweile befand sich der zurückgesetzte Pkw quer auf einer Busspur, wo er auch nicht gerade optimal stand.
Nach einiger Zeit konnte der erstaunte Besitzer des mittlerweile beschädigten Pkw erreicht werden. Dieser behauptete, auch zur allgemeinen Verwunderung, er habe überhaupt keine Einfahrt blockiert.
Die Polizei eröffnete nun ein Ermittlungsverfahren.

















