MAINZ – Es ist Landtagswahl-Sonntag in Rheinland-Pfalz! Bis 18 Uhr konnten die Bürgerinnen und Bürger ihre Stimme in den Wahllokalen der 52 Wahlkreise in Rheinland-Pfalz abgeben um eine neue Landesregierung zu wählen.
Nach ersten Tendenzen und Prognosen, erfolgte nun gegen 18.57 Uhr die 3. aktuelle Hochrechnung. Demnach konnte CDU-Herausforderer Schnieder die Wahl mit über 3% Vorsprung gewinnen.
Die Sozialdemokraten von Ministerpräsident Alexander Schweitzer erleiden schwere Verluste und landen auf Platz zwei vor der AfD, die ihren Stimmenanteil gegenüber der letzten Wahl 2021 mehr als verdoppelt.
Hochrechnung Rheinland-Pfalz 19.13 Uhr
Sitzverteilung im Landtag nach 4. Hochrechnung
Die aktuelle Regierung aus SPD, Grünen und FDP wäre nach dem aktuellem Stand damit abgewählt.
Die CDU steht offenbar vor der ersten Regierungsübernahme nach 35 Jahren. Gordon Schnieder würde nach diesem Zahlen neuer Ministerpräsident.
Die Wahlbeteiligung lag nach aktuellem Stand bei 69,5 Prozent gegenüber 64,3 Prozent im Jahr 2021.
Aufholjagd der SPD reicht nicht
Seit zehn Jahren regiert eine Koalition aus SPD, Grünen und FDP das Land mit seinen gut vier Millionen Einwohnern. Über Monate hatte die CDU in Umfragen deutlich geführt, seit Jahresbeginn holte die SPD auf – aber am Ende nicht genug. Nun läuft alles auf eine große Koalition unter Schnieder hinaus, denn andere Bündnisse sind entweder rechnerisch oder – im Falle der AfD – politisch ausgeschlossen.
Schnieder führt die Landes-CDU als Partei- und Fraktionschef. Der Vater dreier Kinder punktete im ländlich geprägten Bundesland als bodenständiger Mann aus einem Dorf in der Vulkaneifel. Sein älterer Bruder Patrick (auch CDU) ist Bundesverkehrsminister.
Regierungschef Schweitzer stellte sich zum ersten Mal dem Wählervotum. Der 52-jährige Jurist hatte das Amt im Sommer 2024 von der populären Malu Dreyer übernommen, die über viele Jahre überdurchschnittliche Ergebnisse eingefahren hatte und aus gesundheitlichen Gründen abgetreten war. Die Wahlkampagne nannte er den Kampf seines Lebens. Schweitzer hat ausgeschlossen, im Falle einer Niederlage als Minister in eine CDU-geführte Landesregierung einzutreten.
















