TRIER – Auf Einladung der Indian Association of Cardiovascular-Thoracic Surgeons (IACTS), der Indischen Gesellschaft für Herz-, Gefäß und Thoraxchirurgie, hat der Trierer Mediziner Professor Dr. med. Assad Haneya mehrere der größten herzchirurgischen Zentren des südasiatischen Landes besucht.
Der Chefarzt der Herzchirurgie im Herzzentrum des Brüderkrankenhauses traf sich vor Ort zum fachlichen Austausch mit Kollegen und stellte die Weichen für eine verstärkte Zusammenarbeit.
Von Delhi über Ahmedabad und Kolkata nach Mumbai – es war ein dicht getaktetes Programm, das Professor Dr. med. Assad Haneya während seiner Reise durch Indien absolvierte. Im Mittelpunkt standen der fachliche Austausch mit führenden Herzchirurgen sowie Vorträge über die Erfahrungen des Herzzentrums Trier im Bereich der minimal-invasiven Herzchirurgie. Der Mediziner gilt bundesweit als einer der erfahrensten Experten auf diesem Gebiet, inzwischen werden im hiesigen Herzzentrum rund 95 Prozent aller Herzklappen-OPs über kleine Zugänge durchgeführt; auch auf dem Feld der minimal-invasiven Bypass-Chirurgie setzt Professor Haneya Maßstäbe.
Sein Wissen im besten Sinne des Wortes in die Welt tragen, damit noch mehr Patientinnen und Patienten mit diesen im Vergleich zu einer offenen Herz-OP deutlich schonenderen Verfahren behandelt werden können, ist erklärtes Ziel des Chefs der Trierer Herzchirurgie, weshalb er nun ein weiteres Mal auf internationaler Mission unterwegs war.
Ein besonderer Höhepunkt der Reise war die Teilnahme am Jahreskongress der Indischen Gesellschaft für Herz-, Gefäß und Thoraxchirurgie in Mumbai, der zu den größten herzchirurgischen Kongressen in Asien zählt. Dort hielt der Gast aus Deutschland einen Vortrag über minimal-invasive Klappenchirurgie und diskutierte aktuelle Entwicklungen und operative Techniken mit internationalen Kolleginnen und Kollegen. Der Besuch des indischen Subkontinents habe zudem den Grundstein für eine künftige Zusammenarbeit gelegt, so Professor Haneya nach seiner Rückkehr. So sei geplant, dass indische Herzchirurgen das Herzzentrum Trier besuchen, um hier Techniken der minimal-invasiven Herzchirurgie kennenzulernen und von der Expertise zu profitieren.
Seit rund anderthalb Jahren entwickelt sich das Herzzentrum Trier zu einem wichtigen Referenzzentrum für minimal-invasive Herzchirurgie. Regelmäßig besuchen Herzchirurgen aus dem In- und Ausland das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier, um im Rahmen von Hospitationen und Workshops modernste operative Techniken kennenzulernen. „Der internationale Austausch ist für die Weiterentwicklung der Herzchirurgie von großer Bedeutung. Es freut mich sehr, dass das Herzzentrum Trier zunehmend auch international als Zentrum für minimal-invasive Herzchirurgie wahrgenommen wird“, erklärt der Chefarzt.
















