Empörung nach Aussage über Zahnbehandlung: Dreyer fordert Entschuldigung von CDU-Chef Merz

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Friedrich Merz, CDU-Bundesvorsitzender. Foto: Carsten Koall/dpa

MAINZ/BERLIN. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat die Aussagen von CDU-Chef Friedrich Merz über abgelehnte Asylbewerber mit harschen Worten kritisiert. «Friedrich Merz‘ Äußerungen sind unverantwortlich und eine Schande für den Vorsitzenden einer christdemokratischen Volkspartei», sagte Dreyer am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Mainz.

«Es ist doch absurd, wenn er behauptet, dass Asylbewerberinnen und -bewerber Deutschen die Zahnarzttermine wegnehmen», kritisierte die Regierungschefin. Wichtig sei auch zu betonen, dass diese Menschen lediglich ein Recht auf medizinisch notwendige Leistungen haben, also eine Basisabsicherung, die nicht mit dem Leistungskatalog der gesetzlichen und privaten Krankenkassen vergleichbar ist.

«Wer so redet, wie Friedrich Merz, der greift zum Brandbeschleuniger in einer ohnehin sehr aufgeheizten politischen Debatte», mahnte die Sozialdemokratin. Im politischen Wettbewerb müsse um die besten Ideen gerungen werden. «Friedrich Merz sollte sich dringend für seine Äußerungen entschuldigen.»

Der CDU-Bundesvorsitzende hatte die Bundesregierung mit einem drastischen Vergleich zur Eindämmung der irregulären Migration aufgefordert. «Die werden doch wahnsinnig, die Leute, wenn die sehen, dass 300.000 Asylbewerber abgelehnt sind, nicht ausreisen, die vollen Leistungen bekommen, die volle Heilfürsorge bekommen», sagte Merz im «Welt-Talk» des Senders Welt. «Die sitzen beim Arzt und lassen sich die Zähne neu machen, und die deutschen Bürger nebendran kriegen keine Termine.»

6 Kommentare

  1. Ihre unverschämten Äußerungen, zeigen das ganze Ausmaß
    Ihrer Ignoranz, Frau Dreyer.

    Diese realitätsferne Position, ist weder mit dem Grundgesetz,
    noch mit dem Wählerwillen vereinbar.

    Ich sehne den Tag herbei, an dem Ihre, für die Menschen
    in Rheinland – Pfalz, unzumutbare Regentschaft ein Ende hat.

  2. Er hat doch Recht. Es werden doch sogar Kontingente zum Ende eines jeden Quartals für deren Behandlungen frei gehalten, sagte mir ein Freund. Ob es stimmt, das weiss ich nicht. Leider wird es immer schwere zwischen fake und richtig zu unterscheiden.

  3. Die Belastung durch arabische Flüchtlinge in den Trierer Krankenhäusern ist unerträglich. Sie kommen mit einem Anspruchsdenken, welches schamlos ist. Sie nehmen weibliche Pflegekräfte nicht ernst. Sie beleidigen, sind laut und werden aufgrund kultureller unvereinbarkeit mit anderen Patienten auch noch mit Einzelzimmern belohnt. Dies alles auf Kosten der in die Sozialkassen einzahlenden Bevölkerung. Wer das nicht glaubt sollte unbedingt einmal mit den Ärzten und Pflegern der Trierer Krankenhäuser sprechen, die diese Leute tagtäglich ertragen müssen.
    Herr Merz hat absolut Recht. Mehr Menschen im Land führen auch dazu, daß Ärzte und Krankenhäuser weniger Zeit für Patienten haben. Das ist keine Polemik, das ist Mathematik.

  4. „Wichtig sei auch zu betonen, dass diese Menschen lediglich ein Recht auf medizinisch notwendige Leistungen haben, also eine Basisabsicherung, die nicht mit dem Leistungskatalog der gesetzlichen und privaten Krankenkassen vergleichbar ist.“
    Das ist gelogen.
    Schon zu zeiten der Sowjetunion gab es das Problem, dass viele von dorther Einreisende zu Besuchszwecken das deutsche Gesundheitssystem hätten ausnutzen können, z.B. jemand reist ein der Krebs hat um dann hier behandelt zu werden da ihm eine notwendige Behandlung nicht verweigert werden darf, deshalb musste seinerzeit der Einladende eine Verpflichtungserklärung unterschreiben für alle Kosten die der Besucher verursachte, aufzukommen, wir hatten das mal bei einer Gastfamilie aus dem damaligen sowjetischen Baltikum.
    Wenn ich z.B. als Georgier ein neues Gebiss brauche geht das so:
    Ich reise nach Deutschland, stelle einen Asylantrag.
    Der wird erwartungsgemäss abgelehnt.
    Während der Wartezeit habe ich aber Anspruch auf medizinische Versorgung.
    Gehe ich dann einfach zum Arzt und sage ich habe Blähungen, Magenbeschwerden und Zahnschmerzen weil ich nicht richtig kauen kann ist die normale medizinische Behandlung nicht mehr ausreichend bzw zumutbar und schon gibts ein neues Gebiss. Und das kostet den Steuerzahler ca 2000 EUR.
    Danach gehts auf Doofmichels Kosten wieder nach Hause.
    Gibt auch Schleuser die solche Dinger organisieren, so man Bekannte in solchen Ländern hat und ein bisschen die Sprache spricht im Internet einfach zu finden.

  5. Ob Herr Merz mit seiner provokanten Äußerung im Recht ist oder er mal wieder eine provokante These in den Raum gestellt hat, entzieht sich meiner Kenntnis.
    Eines steht fest, bei sämtlichen meiner letzten Arztbesuche (Hausarzt, HNO, Hautarzt, Zahnarzt) waren die Wartezimmer von Migranten/Asylsuchenden stark besucht. Alle diese Menschen hatten ein „starkes selbstbewusstes “ Auftreten und in keiner Weise bereit Wartezeiten in Kauf zu nehmen.
    Die Termine bei allen Kassenärtzen sind für sehr lange Zeit ausgebucht und es ist äußerst schwierig im Krankheitsfall einen zu bekommen.
    Es stellt sich die Frage wie diese NEUEN Patienten Termine bekommen.

    Ich bin seit meiner Ausbildungszeit in den 1970er Jahren krankenkassenversichert und auch seit dieser Zeit fleißiger Beitragszahler.
    Es sei mir erlaubt einmal laut über die emsigen Behandlungen bei niedergelassenen Ärzten und stat. Behandlungen in Krankenhäusern von Asylsuchenden nachzudenken.

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