Die „Bargeldprüfverordnung“ kostet – in Trier aber nicht den Privatkunden

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In Trier kann es auch weiter gefüttert werden, das gute alte Sparschwein.

Bildquelle: Wikipedia

TRIER. Münzgeld ist in den letzten Tagen ins Gerede gekommen. In der überregionalen Presse hieß es, die Banken werden ab sofort saftige Gebühren erheben, wenn man Münzgeld einzahlen will um es auf dem Konto gutschreiben zu lassen oder aber gegen Papiergeld einzutauschen. Ein Vorgang, den es häufig gibt. Der Einzelhändler etwa, den die Kundschaft mit Kleingeld überhäuft. Aber es gibt auch noch die Sparer, die zum Beispiel ihre 2-Euro Münzen sammeln, um sich etwas Besonderes davon zu leisten.

Klingelbeutel und Sparschwein

Betroffen wären auch die Kirchengemeinden, die den Inhalt des Klingelbeutels einzahlen wollen und es soll auch immer noch Kinder geben, die regelmäßig ihr Sparschwein füttern. Was aber bringt es, wenn ein Kind mit seinem Sparschwein, in dem sich vielleicht 20 Euro befinden, erst einmal fünf Euro bezahlen muss, damit das Geldinstitut die Münzen überhaupt annimmt?

Die Bargeldprüfverordnung

Grund für die Androhung der Gebühren ist eine EU-Verordnung, die von der Deutschen Bundesbank umgesetzt wird. Danach ist jedes Institut verpflichtet, nicht nur Banknoten, sondern auch Münzen auf ihre Echtheit zu überprüfen. Das ist natürlich mit Aufwand verbunden und die Technik, um der „Bargeldprüfverordnung“ gerecht zu werden, kostet

In Trier aber brauchen sich die meisten Bankkunden keine Sorgen zu machen, dass von den gesparten 20 Euro nur 15 auf das Konto fließen. lokalo.de hat bei den beiden Ortsansässigen Banken nachgefragt, wie sie es mit den Kleingeldkunden halten.

Individuelle Vereinbarungen

Bei der Trierer Volksbank hieß es nur pauschal, dass ihren Kunden für die Kleingeldeinzahlung nichts berechnet wird. Etwas ausführlicher war die Pressestelle der Trierer Sparkasse. Hier war zu hören, dass die Einzahlung von Münzgeld in der Tat hohe Kosten verursache und, je nach Aufwand, an die Kunden weiter gegeben werden. Betroffen seien hiervon aber in erster Linie gewerbliche Kunden oder Nichtkunden, die in großen Mengen Münzgeld einzahlen oder nur in Banknoten tauschen wollen. Bei den gewerblichen Kunden, so die Sparkasse, gäbe es auf den Einzelfall bezogene und individuelle Vereinbarungen.

Auch in Zukunft für die Brautschuhe sparen

Die wichtige Nachricht für Privatkunden: „Bei unseren Kleingeld-Sparkunden fallen nach wie vor keine Gebühren bei der Einzahlung Ihrer Münzen auf ihr Sparkonto an.“ Es wird also niemand bestraft, wenn sich jemand ein Sparschwein hält oder, was es auch noch geben soll, wenn ein Mädchen Münzen sammelt, um irgendwann einmal die Brautschuhe davon zu bezahlen.

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2 KOMMENTARE

  1. Es ist eine Frechheit für was Banken Gebühren verlangen, dies hier ist aber der Tropfen der das Fass zum überlaufen bringt.
    Ich habe bankentechnisch umgeflaggt nach Luxemburg und das schon vor Jahren und bin zufrieden.

    Grund dazu war auch dass ich besonders mit der Sparkasse so einige gebührentechnische Erlebnisse hatte , deren Begründung bei Nachfragen bei den Kontrollgremien von Seiten der Sparkasse weder beantwortet noch rückerstattet wurden

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