Müll bleibt liegen: Entsorgungsbetrieb-Mitarbeiter streiken

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Foto: dpa-Archiv

MAINZ. Im gesamten Mainzer Stadtgebiet und im Kreis Mainz-Bingen ist der Müll am Freitag weitestgehend nicht abgeholt worden. Etwa 140 Beschäftigte des Entsorgungsbetriebs Mainz nahmen an einem ganztägigen Warnstreik teil, wie eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi mitteilte.

Nur einige wenige Müllabfuhrwagen seien rausgefahren, somit sei der Großteil des Mülls liegengeblieben.

Der Kreis Mainz-Bingen sprach einer Mitteilung zufolge am Freitag von «Störungen bei Bio-, Papier- und Restmüll» bei der Abfallentsorgung. Die Entsorgung entfällt demnach ersatzlos an den Orten, an denen der Müll liegenblieb.

Verdi hatte nach eigenen Angaben im laufenden Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes zu dem Warnstreik aufgerufen, nachdem die Arbeitgeber in den ersten beiden Verhandlungsrunden kein Angebot vorgelegt hatten. Am Freitag und damit knapp eine Woche vor der dritten Runde legten Bund und Kommunen nun ein Angebot vor – und stießen umgehend auf massive Kritik der Gewerkschaften. Die Arbeitgeber bieten für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten bundesweit insgesamt 3,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt in drei Jahresstufen an. Die Gewerkschaften halten das für unzureichend.

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