Saarland öffnet drei weitere Grenzübergänge zu Frankreich

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Foto: dpa-Archiv

SAARBRÜCKEN. Im Saarland werden ab sofort drei weitere Grenzübergänge zu Frankreich geöffnet. Dies sei eine gute Nachricht für den Pendlerverkehr, sagte der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) am Donnerstag.

Mit Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) habe er sich zudem darauf verständigt, mit den geplanten Lockerungen der Corona-Regeln in Frankreich ab dem 11. Mai ein Konzept zur Öffnung sämtlicher Grenzübergänge zu erarbeiten. Dann solle es nur noch stichprobenartige Kontrollen geben.

Seit dem 16. März ist der Grenzverkehr erheblich eingeschränkt: Wegen der Corona-Pandemie wird der Einreiseverkehr im Saarland an mehreren überwachten Übergängen aus Frankreich und aus Luxemburg kontrolliert, viele andere kleine Übergänge sind mit Barrieren abgesperrt worden. Die Kontrollen und Schließungen an den Grenzen haben in der Region wiederholt für Kritik gesorgt.

«Gerade für unsere vielen Pendlerinnen und Pendler in der Region ist die aktuelle Situation eine große Einschränkung, denn sie müssen kilometerlange Umwege in Kauf nehmen, um ihrer Arbeit nachgehen zu können», sagte Hans. Wieder geöffnet werden nun die deutsch-französischen Übergänge bei Silwingen/Waldwisse, Ittersdorf/Schreckling und Niedaltdorf/Guerstling.

Hans: «Die Corona-Pandemie stellt unser Europa der offenen Grenzen vor eine harte Belastungsprobe und stellt uns vor nicht gekannte Herausforderungen.» Man müsse gemeinsam «mit unseren Freunden in Frankreich und Luxemburg gegen die Ausbreitung vorgehen, denn wir sitzen alle im selben Boot». Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn hat bereits mehrfach gefordert, Schließungen und Kontrollen an EU-Binnengrenzen im Zuge der Corona-Krise schnellstmöglich wieder aufzuheben.

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