Bußgelder bei Kontrollen in Trier: 250 Euro für Grillen zu dritt

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Foto: Presseamt Trier

TRIER. In ganz Rheinland-Pfalz gelten zur Eindämmung der Corona-Epidemie per Rechtsverordnung verhängte Einschränkungen für das öffentliche Leben, für den Betrieb von Geschäften und ein Versammlungsverbot für mehr als zwei Personen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Trierer Ordnungsamtes, die die Einhaltung der Regeln kontrollieren, mussten am Donnerstag allerdings auch Ordnungswidrigkeitsverfahren einleiten, weil gegen die Rechtsverordnung verstoßen wurde.

In Trier-Pfalzel grillten am Abend drei Personen im Bereich der Bastion. Gegen sie wurde ein Verfahren eingeleitet, voraussichtliches Bußgeld: 250 Euro pro Person. In einem benachbarten Stadtteil stellten die Beamten bei der Kontrolle eines Imbissbetriebes fest, dass die Gäste innerhalb des Imbiss auf ihre bestellten Speisen warteten. Dies ist nach der geltenden Rechtslage nicht erlaubt, sie müssten auf der Straße warten. Der Besitzer des Betriebes wurde aufgeklärt, Nachkontrollen angekündigt.

Sollte er wiederholt gegen die Verordnung verstoßen, muss er mit einem Bußgeld von voraussichtlich 1000 Euro rechnen. Am späten Nachmittag wurde dem Ordnungsamt eine Gruppe von Jugendlichen auf dem Rundweg BU13 auf dem Trimmelter Hof gemeldet, die dort Alkohol konsumieren sollten. Die Streife fand diese Gruppe tatsächlich vor, die allerdings bei Eintreffen des Fahrzeugs flüchtete. Eine Verfolgung war aufgrund der Örtlichkeit nicht möglich. Ein solcher Verstoß würde ein Bußgeld von voraussichtlich 200 Euro pro Person nach sich ziehen.

Bei zahlreichen weiteren Kontrollen im gesamten Stadtgebiet verhielten sich die Menschen in Trier allerdings korrekt, hielten das Versammlungsverbot ein oder hielten die nötigen Abstände. Auch die kontrollierten Lebensmittelgeschäfte, Baumärkte und Imbissbetriebe hielten sich an die Abstands- und Hygieneregeln. Ordnungsdezernent Thomas Schmitt: „Insgesamt sind die Triererinnen und Trierer sehr vernünftig und diszipliniert. Die auf Landesebene geltenden Regeln haben aber ihren Sinn. Wenn wir gemeinsam die Ausbreitung des Virus verlangsamen wollen, müssen wir die Einhaltung der Regeln durchsetzen und in den Einzelfällen auch Bußgelder verhängen.“

17 KOMMENTARE

  1. Wenn uns sonst nichts mehr gegönnt und uns langweilig ist denunzieren wir halt unsere Mitmenschen wegen trivialen Dingen die uns nichts angehen

    • Ganz genau, jetzt ist die Zeit der Corona-Denunzianten angebrochen….zudem das Ordnungsamt ja für die ausbleibenden Einnahmen im ruhenden wie auch fliessenden Verkehr andere Einnahmequellen anzapfen muss.

    • Ich find’s richtig
      Hier geht es nicht darum,jemandem seine Grillparty zu verdauen. Es geht aber darum, dass wir das Virus in den Griff bekommen. Und wenn sich einige nicht daran halten den Kontakt zu vermeiden, dann sind es diese, die dem Virus den Weg ebnen,sich zu verteilen.
      Wer immer noch nicht weiß, dass es um Leben geht, tut mir leid. Zwei Wochen mal ohne große Party oder Zusammenkunft ist ja wohl für jeden machbar. Wer es nicht kapiert, schaue Mal nach Italien. Und: es geht uns alle was an, Sebastian. Oder hast du Lust auf Corona?

  2. @Sebastian Schmitt: Das geht uns alle etwas an. Je öfter gegen die Auflagen verstoßen wird, umso länger dauern die Beschränkungen für ganz Deutschland, bei denen nicht selten die ganze Existenz auf dem Spiel steht.

  3. Hmmm.
    Wo ist die Grenze für den Einzelnen?
    Die ist sehr individuell und Polizisten führen nur Befehle aus. Ob solche Denunziationen wie oben nicht mehr Schaden als Nutzen bringen ist m.E. umstritten.
    Es ist Aufgabe der Polizei über die Einhaltung der Vorschriften zu wachen, private Wichtigtuer sollten ihre Nase in ihren eigenen Dreck stecken.
    Aber auch heute noch gäbe es sicher Mitbürger die sich z.B. nicht scheuen würden ihre jüdischen Mitbürger auf Aufforderung bei der Gestapo zu denunzieren.

    Kennt ihr die Stolpersteine, die es überall, auch in Trier gibt? Das sind Erinnerungssteine mit den Namen derer die mal an der entsprechenden Stelle gewohnt haben. Die Namen sind ganz verschieden, jüdisch klingend, oft waren es auch Behinderte oder Sinti und Roma oder Deutsche die anders dachten. so mancher von denen wurde auch von seinen Mitbürgern verkauft.

    In dieser Zeit kann man mal eine Wanderung entlang der Steine machen, vielleicht denkt man dann mal auch ein bisschen nach was war und ist.

    In dem Dorf in der Eifel in dem ich aufgewachsen bin gabs das als Kind natürlich nicht mehr aber auch alte Weiber die den ganzen Tag am Fenster hingen und sich über jeden der anders war das Maul zerrissen haben. So sind die Leute.

    Auch eine Jenny die andere aufstachelt würde ich in diese Gruppe mit reinrechnen.

  4. @ Peter
    Sehr geehrter Herr oder Frau Peter,

    Gott sei dem Himmel Dank das es genügend Denunzianten so wie Sie von Ihnen genannt werden gibt.
    Alles sollte gemeldet werden was anderen schadet!
    Sie sind wahrscheinlich jemand der vorm PC alles bewerkstelligt.
    Wenn es drauf ankommt schnell alles einpacken und verschwinden.
    Hier können Sie Herr Peter frei Schnautze Kommentieren.
    Ein Appell an alle:
    Bleibt wie Herr Peter zu Hause, aber haltet die Augen und Ohren auf und nehmt Euch ein Fernglas und meldet alle Verstösse.
    DANKE !!!

    Ein Denunziant

  5. Und während die Trierer Kleinbürger sich gegenseitig denunzieren ist man woanders schon weiter und denkt an die Zukunft, wie zb Adidas. Zwar gibts jetzt Boykottaufrufe aber wenn man alles boykottiert wozu aufgerufen wird, wo kauft man dann noch ein?

  6. Bin eben noch über die Wasserbilligerbrück gekommen nach der Arbeit .
    Dort standen 7 Personen der Bundespolizei auf einem Haufen und waren bester Laune am plaudern .
    Können die sich nicht gegenseitig anstecken ?
    Hätte ich eigentlich gleich melden müssen , aber bei wem ?

    • Hallo Funthomas,
      hätten Sie vor dem Kommentieren erst einmal die dritte Corona-Bekämpfungs-Verordnung gelesen dann wüssten Sie, dass diese Regel für Polizeibeamte im Dienst so gar nicht gilt.

  7. Angst ist ein schlechter Ratgeber. Ich rate allen genau zu beobachten und kritisch zu hinterfragen was tatsächlich passiert und wie sich vernetzt die Welt verändert. Vor allem die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen, Obrigkeitshörigkeit, Grundrechtbeschneidungen, Verbote, Denuzianten. Wer profitiert von der Krise? Wem kommt sie gelegen? Hinterfragt die Gefährlichkeit der Grippe jeden Tag. Informiert Euch breit gefächert über Meldungen und Statistiken und überprüft diese auf den Wahrheitsgehalt. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Achtet auch auf die kritischen Stimmen einzelner ausgewiesener Experten und tut diese nicht leichtfertig als Unfug ab. Wir haben alle viel zu verlieren und damit meine ich nicht unser Leben.
    Wen es interessiert, hier eine wöchentlich aktualisierte Vergleichsstatistik der europäischen Mortalitätsraten:
    https://www.euromomo.eu/index.html

  8. Da mosert ihr rum weil euch ein wenig Freiheit genommen wird ,zu eurem Schutz . Schaut mal nach Frankreich ,
    die sind noch schlechter dran . Aber Neunmalkluge , Besserwisser und Hohlköpfe gibt es immer. das sind die , die am lautesten schreien wenn es sie erwischt .

  9. @ Laudi

    Dann passen Sie mal besonders gut auf das es Sie nicht erwischt!
    Und regen Sie sich nicht so auf was andere Kommentieren, es steht jedem zu, seine Meinung, wie auch immer , hier in Lokalo niederschreibt.

  10. Da soll doch noch einer sagen, er verstehe nicht wie das mit dem 3. Reich passieren konnte.
    Angst und Panik verbreitet sich und schwups wird so ein GG ausgehebelt usw.. Natürlich zu unserem besten. Meine Großeltern erzählten mir aus Alt vorderen Tagen Geschichten, da sind gewisse Parallelen zur heutigen Situation zu erkennen. Meinungsfreiheit ist heute wie damals auch nicht gewünscht bzw. nur wenn es zum Einheitsbrei passt ansonsten wird man stigmatisiert, gebrandmarkt und für böse erklärt.
    Wünsche euch allen Gesundheit und kommt gut durch diese schlimme Zeit.

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